Alle Beiträge von Marketing RADIO-LOG

Drei Millionen für medizinischen Fortschritt

RADIO-LOG investiert und stärkt Stammsitz Passau – schonende Verfahren für Diagnostik und Krebstherapie am Schießstattweg

PASSAU. Das medizinische Versorgungsunternehmen RADIO-LOG stärkt den Gesundheitsstandort Passau: In diesen Tagen ziehen am Stammsitz im Schießstattweg 60 gleich zwei neue High-Tech-Geräte ein, die künftig die Patientenversorgung in der Region auf höchstem Niveau sichern. „Wir investieren weiter. Denn trotz der Corona-Pandemie muss es vorwärts gehen. Diagnostische Leistungen und Krebstherapie werden täglich dringend benötigt“, hält Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG fest. Rund drei Millionen Euro investiert der Gesundheitsdienstleister aktuell in einen neuen Computertomographen (CT) und einen Linearbeschleuniger. Die beiden Hochleistungsgeräte werden derzeit in den Praxen für Radiologie und für Strahlentherapie des medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Schießstattweg 60 eingebaut. Dank umfassender organisatorischer Vorkehrungen können auch während der Umbauzeit alle Patienten in vollem Umfang versorgt werden.

Mehr diagnostische Möglichkeiten bei minimiertem Strahleneinsatz

Einen noch detaillierteren Einblick in den Körper als bisher ermöglicht der neue Computertomograph, der künftig für diagnostische Zwecke in der Radiologie bereitsteht. „Der Innovationsgrad ist gewaltig: Im untersuchten Gewebe können wir mit dieser neuesten Technologie kleinste Strukturen im Submillimeterbereich darstellen“, informiert Stefan Braitinger, der selbst als Facharzt für Diagnostik praktiziert. Doch damit nicht genug: Obwohl die bildliche Darstellung deutlich verbessert wird, arbeitet der neue CT schneller. Für Patienten verkürzen sich damit die Liegezeiten bei der Untersuchung um bis zu 40 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Strahlendisposition je nach Untersuchungsart um bis zu 80 Prozent. „Darauf haben wir besonders geachtet. Eingesetzt wird der Computertomograph bei diagnostischen Fragestellungen im Bereich des Gehirns sowie bei Blutgefäßen, Knochen, Herz und Organen. Dabei werden mit Hilfe von Röntgenstrahlen Bilderserien des Körpers erstellt. Spezielle Programme erzeugen dann eine dreidimensionale Darstellung des untersuchten Areals, welches der Facharzt am Bildschirm schichtweise auf kleinste Veränderungen hin begutachtet.

Fortschritt für Krebspatienten

Ein hochmoderner Linearbeschleuniger hält parallel in der Praxis für Strahlentherapie Einzug, derzeit arbeiten die Experten des Herstellers Varian bereits am Einbau. Damit schafft RADIO-LOG neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Krebspatienten auch am Schießstattweg, Anfang Dezember geht es dort los. Bereits 2019 hat das medizinische Versorgungsunternehmen in ein baugleiches Bestrahlungsgerät am Klinikum Passau investiert. Dort, und in fünf weiteren Städten außerhalb des Landkreises Passau, betreibt RADIO-LOG strahlentherapeutische Einrichtungen. Diese sind heute ein elementarer Bestandteil der Krebsbehandlungen.

„Der technische Fortschritt ermöglicht bei der Tumorbestrahlung Möglichkeiten, von denen wir vor 15 Jahren noch gar nicht zu träumen gewagt haben“, ruft Wolf-Dietrich Harzer in Erinnerung; er ist Medizinphysiker und seit 2019 bei RADIO-LOG als technischer Leiter Mitglied der Geschäftsführung. Der neue Linearbeschleuniger ist das Fortschrittlichste, was der Markt zu bieten hat: Er setzt hochenergetische Strahlen mit einer Präzision im Bereich eines Millimeterbruchteils ein. Dabei werden zum einen die Begleiterscheinungen für die Patienten minimiert, gleichzeitig verkürzt sich die Behandlungsdauer je Sitzung. Die neue Technologie ermöglicht zudem das sogenannte Atem-Gating. Dabei wird die natürliche Atembewegung als vierte Dimension mit einbezogen, die Bestrahlung erfolgt dann ausschließlich in einer ganz genau definierten Position des Brustkorbes. Das ist ein enormer Gewinn bei der Behandlung von Patienten mit Lungen- und Brustkarzinomen, da Herz und andere Gewebe in der Umgebung geschont werden.

Nahezu 2,5 Millionen Euro kostet der neue Linearbeschleuniger einschließlich der Einbindung in die komplexe IT-Infrastruktur von RADIO-LOG. „Dieser Fortschritt ist uns wichtig. Denn die Strahlentherapie ist inzwischen unentbehrlich“, erklärt Dr. Stefan Braitinger. Auch im Zuge der Corona-Pandemie leistet diese ihren Beitrag, weil manche Tumoroperation durch den Schwenk zur Bestrahlung verschoben oder gar ersetzt werden kann – bei gleicher Therapiequalität für die Patientinnen und Patienten.

 

Früherkennung kann Leben retten

Oktober rückt Brustkrebs in den Fokus: Vorsorge und vernetztes Handeln erhöhen Heilungschancen – Spendenschweinchen bei RADIO-LOG

PASSAU. Vier weiße Schweine machen in Passau jetzt auf den Brustkrebsmonat Oktober aufmerksam: Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) von RADIO-LOG im Passauer Schießstattweg warten die weißen Spardosen auf Spenden. Das Geld soll Projekten der Bayerischen Krebsgesellschaft zugutekommen. Gerade Brustkrebs hat dort hohe Relevanz, denn eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. In Bayern sind das jährlich rund 9.000 Frauen. „Die Heilungschancen sind größer, wenn eine Erkrankung der Brust frühzeitig erkannt wird“, sagt Dr. Kathrina Huber, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Passau. Bei den regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen, die die Patientinnen nutzen sollten, achten die Frauenärztin oder der Frauenarzt auf mögliche Veränderungen der Brust.

Veränderungen erkennen

Einmal im Jahr empfiehlt Kathrina Huber Frauen die Krebsvorsorge. Neben der Untersuchung des Unterleibs tastet die Gynäkologin oder der Gynäkologe auch die Brust ab. „Jede Frau sollte darüber hinaus die Brust selber untersuchen“, sagt die Ärztin, „sie kennt ihren Körper am besten und spürt Veränderungen frühzeitig auf. So können wir schnell reagieren.“ Hier greift direkt die moderne Diagnostik, die RADIO-LOG beispielsweise im Passauer Schießstattweg vorhält. „Eine Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust“, erklärt Kathrina Huber. „Auf den Bildern erkennen die Radiologen schnell und unkompliziert untypische Veränderungen am Gewebe.“ Dazu setzen die Diagnostiker speziell für diesen Zweck ausgelegte und hochmoderne Geräte ein, die mit einer besonders geringen Strahlendosis arbeiten.

„Daneben ist eine regelmäßige Mammographie alle zwei Jahre ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll“, sagt Kathrina Huber und verweist auf das Mammographie-Screening Niederbayern, das in zwei mobilen Praxen und auch bei RADIO-LOG angeboten wird. Erfahrungen zeigen, dass in der betreffenden Altersgruppe inzwischen etwa 25 Prozent weniger Frauen an fortgeschrittenen Tumoren erkranken als vor Einführung des Screenings ab 2005. Dies scheint sich auch auf die Überlebenschance auszuwirken: In der Screening-Altersgruppe entwickelt sich diese seit etwa 2008 deutlich günstiger als bei unter 50-jährigen und über 70-jährigen Frauen. Darüber hinaus zeigen Studien, dass bei Brustkrebs das Risiko besonders ab dem 40. bis 50. Lebensjahr steigt, um dann etwa ab 70 Jahren wieder abzusinken. Das hat auch mit der hormonellen Umstellung in dieser Lebensphase zu tun. „Je früher Tumore erkannt werden, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen“, weiß Kathrina Huber. Sie verweist auf die zentrale Anlaufstelle im Klinikum Passau: Im Brustkrebszentrum bündeln das Klinikum und RADIO-LOG Diagnostik und Therapien. „Frauen mit der Diagnose Brustkrebs sind dort gut aufgehoben – weil Experten unterschiedlichster Fachrichtungen Hand in Hand zusammenarbeiten“, erklärt die Gynäkologin.

Neben der Früherkennung sei auch die Prävention sehr wichtig. „Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen senken“, sagt Kathrina Huber. „Wichtig sind dabei vor allem eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung – und ein Verzicht aufs Rauchen.“

Tipp von Dr. Kathrina Huber:
Brust selber abtasten – das geht am besten bei Frauen kurz nach der Periode. Denn dann ist das Brustgewebe besonders weich und Veränderungen lassen sich einfacher spüren.

Interview Emanuel Hofer,

erschienen im Innside Magazin Passau, Juli 2020:

RADIO-LOG ist in Passau in aller Munde, gerade wenn es um Radiologie und Strahlentherapie geht. Aber was genau ist RADIO-LOG?

Im Wesentlichen ist RADIO-LOG ein Betreiber von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), also ein Gesundheits-Dienstleister mit ärztlicher Führung. Einerseits versorgen wir Patienten ambulant in den Bereichen Radiologie und Strahlentherapie, aber auch in der Inneren- und Allgemeinmedizin und in der Kinder- und Frauenheilkunde. Andererseits sind wir Partner von Krankenhäusern, indem wir diese in den Bereichen Radiologie und Strahlentherapie bei der stationären Versorgung unterstützen.

RADIO-LOG betreibt mittlerweile 12 Standorte in Bayern und verfolgt mit der Einrichtung solcher MVZ eine eigene Zielrichtung in der medizinischen Versorgung. Sehen Sie darin auch so etwas wie Pionierarbeit für ein modernes Gesundheitssystem?

Über die Jahre hat sich die Medizin fortlaufend spezialisiert. Den einen Arzt, der alle Krankheiten behandelt, gibt es nicht mehr, ganz im Gegenteil, bald wird es auch einen Chefarzt für den linken Daumen geben (lacht). Das aber hat, bei allen Vorteilen, zur Folge, dass es zwischen den einzelnen Fachbereichen bei bestimmten Krankheitsbildern einer engen Abstimmung bedarf, um den Patienten erfolgreich zu behandeln. Ein MVZ bietet hier, allein schon durch die räumliche Nähe, eine einfachere Koordination für die Ärzte aber auch kurze Wege für die Patienten.

Grundsätzlich ist ein MVZ eine sozialrechtliche Einrichtung, angelehnt an die Polikliniken in der ehemaligen DDR, bei der von einem Betreiber verschiedene Facharztpraxen unter einem Dach geführt werden, das heißt, die Ärzte in unseren MVZ-Praxen sind Angestellte von RADIO-LOG.

RADIO-LOG hat hier in Passau am Schießstattweg ein neues Facharztzentrum eingerichtet. Was war der Anlass?

Wir bieten mit dem Facharztzentrum eine interdisziplinäre medinische Versorgung mit kurzen Wegen für Patienten und Ärzte an. Da auch nach Vollbelegung der vorhandenen Fläche von 4.600 qm der Wunsch weiterer Fachärzte bestand, sich hier anzusiedeln, beschlossen wir uns zu einer Erweiterung um 4 weitere Mieteinheiten. Es ist wichtig zu unterscheiden, dass die Ärzte im Facharztzentrum nicht an unser MVZ angegliedert sind, sondern lediglich die vorhandene Infrastruktur nutzen und uns als Gesundheits-Dienstleister und als Vermieter sehr schätzen.

Die RADIO-LOG-Standorte sind hochmodern und architektonisch sehr anspruchsvoll konzipiert. Steckt eine bestimmte Philosophie dahinter?

Wir sind bestrebt, uns zu „enthospitalisieren“, das heißt, wir wollen uns ganz klar vom typischen Krankenhaus mit seiner sehr funktionalen Gestaltung abgrenzen. Wir sind sicher, dass der optische Eindruck des Patienten beim Betreten einer Praxis auch Auswirkung auf seine Stimmungs- und Gemütslage hat. Mit Farben, Licht und architektonischer Gestaltung können wir die Emotionen positiv beeinflussen, insbesondere bei der Krebstherapie. Gerade Krebspatienten sind emotional sehr belastet und dem versuchen wir entgegenzuwirken, indem wir z.B. die Strahlentherapie „aus dem Keller holen“.  

Sie haben dem Standort am Schießstattweg in Passau den Namen Medizincampus gegeben. Spielen Sie auf die Bestrebungen an, ein Medizinstudium in der Region zu installieren? Was wären diesbezüglich Ihre Wünsche an die Politik?

Der Begriff Medizincampus lag für uns nahe als Örtlichkeit, die eine Versorgung mit den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und Dienstleistungen bietet. Eine medizinische Hochschulausbildung in der Region würden wir sehr begrüßen, diese würde der medizinischen Versorgung in Stadt und Land sehr guttun und dem ärztlichen Fachkräftemangel entgegenwirken. Erwiesenermaßen bleibt die Mehrzahl der Ärzte dem Ort treu, an dem sie ihre Ausbildung absolvieren. Ich bin mir auch sicher, dass ein Medizinstudium in Passau möglich ist, wenn die Politik dies wirklich wollen würde.

Wie wollen Sie die Zukunft von RADIO-LOG mit seinen 12 Standorten gestalten?

Wir befinden uns derzeit in einem Wandel in der Medizin, weg vom niedergelassenen Vertragsarzt. Es ist nicht mehr das Bestreben junger Ärzte, nach dem Studium eine eigene Praxis zu gründen. Viele scheuen den Weg in die Selbständigkeit und die nicht unerheblichen Investitionen, die dafür getätigt werden müssen und bevorzugen ein Angestelltenverhältnis. Unsere Vision ist es, Lösungen zu entwickeln und zu etablieren, die die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen.

Natürlich haben auch Sie die aktuelle Krise zu spüren bekommen. Was waren Ihre Erfahrungen und was können Sie den Patienten mit auf den Weg geben?

Eine große Herausforderung war es, die Versorgung von Mitarbeitern und Patienten mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel sicherzustellen. Eine noch größere Herausforderung war es, im Falle einer Infektion eines Mitarbeiters den Betrieb sicherzustellen. Gelöst haben wir dieses Problem durch verschiedene Schichten und Teams. Hier möchte ich allen Mitarbeitern danken, die mit Motivation und Engagement die nicht unerhebliche Belastung gemeistert haben.

Gerade im Patientenkontakt haben wir intensive Hygienemaßnahmen im Bezug auf die Pandemie eingeleitet, unter anderem haben wir die Wartezimmer ausgedünnt und die Terminierung so umgestellt, dass sich Patienten möglichst nicht begegnen. Ich kann heute guten Gewissens sagen, dass die Patienten zu uns kommen können, ohne Angst haben zu müssen.

Am Ende wollen wir auch Ihnen unsere INNSIDE-Flussfrage stellen: Mit welchem der drei Passauer Flüsse können Sie sich identifizieren und warum?

Ich bin direkt an der Donau aufgewachsen, mein Opa war Schiffsführer und hat auf der Kachlet-Schleuse gearbeitet, viele meiner Vorfahren mütterlicherseits waren Donauschiffer, deshalb kann ich mich auch am ehesten mit der Donau identifizieren. Daran ändert auch mein derzeitiger Wohnort am Inn nichts.

Dr. med. Kathrina Huber aus der RADIO-LOG Frauenheilkunde-Praxis in Passau spricht über hormonelle bzw. nicht hormonelle Verhütungsmittel

Es gibt hormonelle und nicht-hormonelle Verhütungsmethoden, Langzeitmethoden, Barrieremethoden und “natürliche” Methoden.

Frau Dr. med. Katharina Huber

Dr. med. Kathrina Huber
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
(Ärztin in Anstellung)

RED: Frau Dr. Huber, gibt es eigentlich „das ideale Verhütungsmittel“?

Dr. med. Kathrina Huber:
Nein, das gibt es nicht, denn das Thema Verhütung lässt sich nicht so einfach pauschalisieren. Die Wahl des idealen Verhütungsmittels ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie beispielsweise dem Alter einer Frau oder von Vorerkrankungen, der Lebenssituation, der Familienplanung und Partnerschaft oder dem eigenen Sicherheitsbedürfnis. Außerdem spielen zusätzliche Beschwerden eine Rolle, wie zum Beispiel Regelschmerzen, sehr starke Menstruationsblutungen, Akne oder aber auch der Wunsch hormonfrei zu verhüten, usw.
Heutzutage gibt es immer mehr Frauen die „nicht mehr einfach nur eine Pille schlucken“ wollen. Viele Frauen wollen bewusster ihren Körper erleben und hormonarmer verhüten.

RED: Welche Verhütung raten Sie speziell jungen Mädchen?

Dr. med. Kathrina Huber:
Zunächst verschreibe ich erst einmal die passende, auf das Mädchen abgestimmte Pille und rate zum Schutz vor Infektionskrankheiten ein Kondom zu verwenden. Erstmal ist wichtig, dass das Mädchen sicher verhütet. Nach rund drei Monaten findet dann die erste Untersuchung statt.
Auf lange Sicht wäre auch bei jungen Mädchen eine Hormonspirale (levonorgestrelhaltiges Intrauterinsystem) zu empfehlen. Seit wenigen Jahren gibt es „kleine“ Spiralen, die besonders für junge Frauen, ohne Kinder, geeignet sind. Die Hormonbelastung ist nur ein Bruchteil verglichen mit einer herkömmlichen Pille und es besteht kein erhöhtes Thromboserisiko.

Ein großer Vorteil ist auch, dass sie nicht vergessen werden kann, da diese Systeme drei oder fünf Jahre in der Gebärmutter liegen. Es bestehen hier auch keine Wechselwirklungen mit anderen Medikamenten, auch bei Magen-Darm-Beschwerden besteht keine Unsicherheit.
Die Periodenblutung wird meistens kürzer, schwächer, seltener, weniger schmerzhaft und in manchen Fällen fällt sie ganz aus. Spiralen sind ein sicheres und nebenwirkungsarmes Verhütungsmittel.

RED: Was empfehlen Sie einer Frau, die hormonfrei verhüten will und in absehbarer Zeit einen Kinderwunsch hat?

Dr. med. Kathrina Huber:
Zur hormonfreien Kontrazeption gibt es nur wenige Optionen: Kondome, Diaphragmen, Spiralen und die natürliche Familienplanung.
Einer Frau, die zuverlässig ihren Körper beobachten will, würde ich ein Zyklusmonitoring vorschlagen. Durch verschiedene Symptome, die während des Zyklus auftreten, kann man sehr zuverlässig die Fruchtbarkeit des eigenen Körpers beurteilen.Das gleiche Wissen kann man dann auch bei bestehendem Kinderwunsch einsetzen.

RED: Was ist eine annehmbar geeignete Verhütung für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung?

Dr. med. Kathrina Huber:
Hormonspiralen bieten ein sehr zuverlässiges Verhütungsmittel über einen Zeitraum von 5 Jahren, auch bei Frauen über 40 Jahren.Ein positiver Begleiteffekt ist, dass die Blutungen schwächer werden oder sogar ganz verschwinden.Zusammenfassend kann man sagen, dass es viele verschiedene Möglichkeiten zur Verhütung gibt.
Letztendlich sollte man mit seinem Frauenarzt die verschiedenen Optionen besprechen und versuchen für sich selbst die beste Möglichkeit zu finden.

HIER GEHTS ZUR TERMINVEREINBARUNG

 

Bei Kopfschmerzen spielt die richtige Diagnose eine wesentliche Rolle, denn oft handelt es sich um eine Migräne anstatt eines Spannungskopfschmerzes.

Migräne

Die Migräne ist ein attackenartiger Kopfschmerz, der zwischen 4 und 72 Stunden dauern kann. Dieser Schmerz hat einen stechend, häufig pulsierenden Charakter und geht mit vegetativen Symptomen wie Übelkeit, aber auch Licht und Lärmempfindlichkeit einher.

Bei den meisten Kopfschmerzarten entsteht der Schmerz häufig im Nacken und breitet sich temporal oder frontal aus. Besteht beispielsweise zwischen dem 1. und 3. Halswirbel ein pathologischer Befund, kann dies auch ein Auslöser einer Migräne sein (Muskelverspannung der Nackenmuskulatur).

Weitere Symptome der Migräne sind unter anderem kognitive Störungen (zum Beispiel Vergesslichkeit), Müdigkeit, Sehstörungen (zum Beispiel Schleiersehen), Wassereinlagerung und Stimmungsschwankungen.

MUDr. Petra Hudecová Fachärztin für Neurologie, Straubing

MUDr. Petra Hudecová
Fachärztin für Neurologie
(Ärztin in Anstellung)

Chronische Migräne

Eine Migräne gilt dann als chronisch, wenn die Kopfschmerzen seit mindestens 3 Monaten, an mindestens 15 Tagen im Monat auftreten und an mindesten 8 Tagen die Migräne-Kriterien erfüllen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind eine ineffektive und zu häufige Akutbehandlung (an mehr als 10 Tagen pro Monat), sowie ein erhöhtes Körpergewicht.

Schönes Leben auch mit Migräne: Mögliche Therapeutische Ansätze*

Patienten mit hochfrequenter Migräne, also noch episodisch (regelmäßig) aber noch nicht chronisch, sollten komplementär eine nicht medikamentöse Therapie erhalten: Hierbei kann es sich beispielsweise um ein kognitiv – behaviorales Schmerzbewältigungstraining  (Stress Management)  und Verhaltenstherapie handeln. Auch aerobe Ausdauersportarten (Schwimmen, Fahrradfahren) oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson (erlernbar in Volkshochschulen und mittels YouTube) können die Beschwerden lindern. Schließlich empfiehlt sich auch eine Biofeedback-Therapie und die Behandlung mittels Akupunktur.

*Diese Informationen stellen lediglich eine Empfehlung dar. In jedem Fall sollten Betroffene immer erst einen Arzt um Rat fragen. Bei unkomplizierten Kopfschmerzerkrankungen kann in der Regel bereits der Hausarzt weiterhelfen. Experte für Kopfschmerzen ist hingegen der Neurologe.

JETZT TERMIN VEREINBAREN:

Hier geht es zur RADIO-LOG Neurologie

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Die Strahlentherapie ist besonders wirksam bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates

Gute Nachrichten für Patienten die unter chronischen Schmerzen leiden, wie etwa Arthrose, Fersensporn oder Tennisellenbogen:

Dr. med. univ. Nderim Juniku
Facharzt für Strahlentherapie
(Arzt in Anstellung)

Dr. med. Michael Geier

Dr. med. Michael Geier
Facharzt für Strahlentherapie
(Arzt in Anstellung)

Unsere beiden Fachärzte für Strahlentherapie Herr Dr. med. univ. Nderim Juniku und Herr Dr. med. Michael Geier erklären dazu ein paar wichtige Fakten:

Viele Patienten wissen nicht, dass chronische Schmerzen oft auch gut durch Strahlentherapie behandelt werden können.

Das Fachgebiet – Strahlentherapie wird in weiten Kreisen bei Laien- und Ärztekreisen meist nur mit der Behandlung von bösartigen Erkrankungen gleichgesetzt.

Daneben besteht aber ein heterogenes Spektrum von nicht-bösartigen Erkrankungen, die sogenannten Schleimbeutel- Sehnen- und Kapselentzündungen sowie Arthrosen.

„Inzwischen werden in Deutschland jährlich über 50.000 Patienten allein wegen dieser „funktioneller Störungen“ mittels Strahlentherapie behandelt.“

Die niedrigdosierte Bestrahlung ist somit eine sehr wirksame, sehr gut verträgliche, kassenärztliche Behandlung gegen Gelenksschmerzen.

Linderung durch niedrig-dosierte Strahlentherapie

Wie unterscheidet sich die Strahlentherapie chronischer Schmerzzustände von der Strahlentherapie für Krebspatienten?

Die Strahlentherapie im onkologischen Bereich, also zur Behandlung von Krebspatienten ist eine sehr aufwändige und komplexe Therapieform, da hierbei im Allgemeinen hohe bis sehr hohe Strahlendosen fokussiert auf ein bestimmtes Zielgebiet abgegeben werden müssen, um möglichst alle Krebszellen in diesem Zielgebiet abzutöten.

Eine mehrwöchige Behandlungsdauer, mit sorgfältiger Planung und Durchführung der Therapie sowie engmaschiger Betreuung der Patienten ist dabei unumgänglich, um die meist vorübergehenden Beschwerden während der Behandlung möglichst verträglich zu gestalten und das Risiko für seltene Spätfolgen zu minimieren.

„Im Gegensatz dazu ist bei der Behandlung chronischer Schmerzzustände für den gewünschten Effekt der Schmerzlinderung nur ein kleiner Bruchteil dieser Strahlendosen im Zielgebiet notwendig.“

Diese Strahlendosis kann nach ebenso sorgfältiger Planung meist in nur 6 bis 10 „Behandlungssitzungen“ sog. Fraktionen verabreicht werden. Relevante Nebenwirkungen sind aufgrund der niedrigen Dosis dabei nicht zu erwarten.

Der sehr gute Therapieeffekt, welcher für bis zu 2 /3 der Patienten erreicht wird, wird dabei vom Strahlentherapeuten gemeinsam mit dem Patienten vorab in einem ausführlichem Aufklärungsgespräch gegen die möglichen gesundheitlichen Risiken durch die auftretende geringe „Strahlenbelastung“ abgewogen.

Vom prinzipiellen Ablauf ist die Strahlentherapie in beiden Fällen identisch und für Patienten mit einer diagnostischen Untersuchung vergleichbar.

JETZT TERMIN VEREINBAREN:

Hier geht es zu den Standorten der RADIO-LOG Strahlentherapien

 

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

RADIO-LOG als der medizinische Versorger in der Region

RADIO-LOG ist der Gesundheitsversorger in der Region für Patientinnen und Patienten aller Altersklassen, die medizinische Hilfe benötigen. RADIO-LOG lebt eine Medizin, die den Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Der medizinische Dienstleister und Kooperationspartner von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen versorgt seine Patientinnen und Patienten an insgesamt zehn Standorten in Bayern und vereint verschiedenste Fachgruppen wohnortnah unter einem Dach in seinen medizinischen Versorgungszentren. Die enge Verwurzelung der RADIO-LOG Praxen mit der jeweiligen Region ermöglicht es, mit seinen Patientinnen und Patienten in einen direkten Dialog zu treten und somit in allen gesundheitlichen Lebensbelangen für diese als kompetenter, anerkannter und zuverlässlicher  Ansprechpartner zur Seite zu stehen.

In unseren Praxen und bei unseren Ärztinnen und Ärzten ist jede Lebensphase des Menschen im Fokus, weshalb zu den radiologischen Leistungen die Fachgebiete Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Innere Medizin, Neurologie und Strahlentherapie integriert wurden. Dabei verfolgen wir die Idee eines ganzheitlichen Versorgungskonzepts für Patienten in der Grund- und Regelversorgung. Derzeit sind gut über dreihundert Mitarbeiter, davon mehr als fünfzig Fachärzte für uns tätig.

Weil uns Menschen am Herzen liegen, engagiert sich RADIO-LOG im Sponsoringwesen, um einzelnen Menschen mit Ihren Schicksalen unter die Arme zu greifen und bei deren Genesung zu helfen. Aus dieser Motivation heraus ermöglichen wir zum Beispiel Sportverletzten wie Dmitri Tschatschin besondere Chancen, um deren Fähigkeiten auf andere als die üblichen, vom System restriktiv behafteten, Wege zu leiten um daraus Erfolge erzielen zu können.

RADIO-LOG hat mit Beate Kamm von der Bayerischen Krebsgesellschaft Passau und Herrn
Univ. Doz. Dr. med. univ. Stefan Wachter über die kostenlose Experten-Sprechstunde
Mit mehr Wissen gegen Krebs“ und das Projekt „Wenn Mama oder Papa krank ist“ gesprochen.

Frau Kamm, die Arztsprechstunde in der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Passau der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. gibt es bereits seit vielen Jahren.
Welche Initiative steckt dahinter und wie kann man als Interessierter daran teilnehmen?

Beate Kamm:
Die Experten-Arztsprechstunde „Mit mehr Wissen gegen Krebs“ der Psychosozialen Krebsberatungsstelle wurde in 2006 ins Leben gerufen. Fachärzte aus der Region aus den Bereichen Onkologie, Gynäkologie und Radiologie stellen dabei eine Stunde ihrer Zeit zur Verfügung und beraten krebsbetroffenen Menschen und deren Angehörige zu medizinischen Fragen rund um die Diagnose Krebs. Sie können sich für die kostenfreie Sprechstunde einfach bei uns anmelden und der/die jeweilige Facharzt/Fachärztin ist dann persönlich im Einzelgespräch in der Krebsberatungsstelle anwesend oder beantwortet Ihre Fragen am Telefon.

Die Ärzte der Arztsprechstunde kommen aus den verschiedensten medizinischen Fachrichtungen. Welche Bandbreite an Themen können die Experten den Betroffenen beantworten?


Beate Kamm:
Viele Patientinnen und Patienten machen sich Sorgen, ob sie bspw. mit der gewählten Therapie und den damit verbundenen Entscheidungen, die nach einer Krebsdiagnose getroffen werden müssen, auf dem richtigen Weg sind. Mit den FachärztInnen können die Betroffenen ihre Fragen, v.a. rund um die Themen Diagnose, Therapie oder psychoonkologische Problematik besprechen (d.h. seelische Auswirkungen einer Krebserkrankung).

Wie oft findet die Arztsprechstunde statt und welche Angebote gibt es noch?

Beate Kamm:
Alle zwei Monate, d.h. sechs Mal im Jahr (von 18 -19 Uhr) mit sechs verschiedenen FachärztInnen, bieten wir die kostenlose Experten-Sprechstunde an unserer Krebsberatungsstelle am Kleinen Exerzierplatz an. Die Arztsprechstunde ist einer von vielen wichtigen Bestandteilen unseres umfangreichen Beratungsangebotes in Passau.

Ein weiteres Sprechstundenangebot unterstützt speziell Kinder krebskranker Eltern im Projekt „Wenn Mama oder Papa krank ist“, wenn Kinder und Familien durch die Krebserkrankung eines Elternteiles mit Ängsten, seelischen Nöten und existenziellen Bedrohungen konfrontiert werden. Dieses Projekt wird von RADIO-LOG mitfinanziert. Betroffene Familien können sich im Rahmen dessen mit ihren Fragen und Anliegen an eine niedergelassene Kinder-und Jugendpsychotherapeutin wenden, an die wir Beraterinnen nach einem Vorgespräch mit der Familie gerne vermitteln. Sie steht den Eltern und Kindern/Jugendlichen beratend und kompetent zur Seite. Familien können sich außerdem über einen Härtefonds an uns wenden, z.B. für finanzielle Zuwendung bei Notlagen oder für individuell zugeschnittene Freizeitangebote (z.B. Sport, Reiten, Tanzen), um etwas Abstand von ihren Sorgen und Belastungen zu finden.

Herr Dr. Wachter, Sie beantworten seit einigen Jahren als Experte bei der kostenlosen Sprechstunde der Bayrischen Krebsgesellschaft in Passau Fragen zum Thema Krebs für Menschen mit Krebs, deren Angehörige und Interessierte. Zu welchen Themen können Sie Betroffenen Auskunft geben?

Univ. Doz. Dr. med. univ. Stefan Wachter:
Zu den Arten der Krebserkrankungen an sich, sowie zu deren unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten. Im speziellen natürlich, als Facharzt für Strahlentherapie, über die modernen strahlentherapeutischen Therapieformen.

Patienten mit Krebs oder deren Angehörige haben oft Unsicherheiten und Ängste bezüglich der Diagnose und deren Folgen. Wie wichtig schätzen Sie die professionelle Hilfe in Form von Gesprächen für diese Menschen ein?

Univ. Doz. Dr. med. univ. Stefan Wachter:
Man weiß, dass Unsicherheit eine der größten Auslöser für Angst darstellt, daher ist die verständliche Information über die Erkrankung sowie die erforderliche Therapie für die Patienten und deren Angehörige enorm wichtig. Wir wissen auch, dass je besser der Patient die Notwendigkeit der Therapie versteht, desto besser ist auch die Akzeptanz der mit der Therapie verbundenen Einschränkungen.

 

 

Für Studierende bietet sich bei RADIO-LOG die Gelegenheit Abschlussarbeiten anzufertigen. Kontaktieren Sie dazu gerne unseren Personalleiter Herrn Jan Seyfried (jan.seyfried@radio-log.de). Wir nehmen auch sehr gerne Themenvorschläge von Studierenden entgegen.

Wir haben mit unserem Strahlentherapeuten Dr. med. univ. Nderim Juniku (MVZ am Schießstattweg 60 in Passau) und Evelin Haimburger (MSc. – FH Kärnten Bachelorstudiengang Radiologietechnologie) darüber gesprochen:

RADIO-LOG: Wie profitieren Unternehmen von externen Abschlussarbeiten?

Dr. med. univ. Nderim Juniku: 

Zunehmende Kompetenzentwicklung von hochqualifizierten Fachkräften hat in den letzten Jahren die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Fachhochschulen deutlich intensiviert.
Die Betreuung von Bachelorarbeiten ist dabei ein strategisches Instrument, das Studierende gezielt ansprechen soll.
Einerseits beschäftigen sich die Studierenden über einen längeren Zeitraum mit einem speziellen Thema der strahlentherapeutischen Leistungen. Diese Themen behandeln höchst relevante und aktuelle Aufgaben aus der Tätigkeit des Unternehmens. Dies bedeutet, dass die Studierenden einen tiefen Einblick nicht nur in das jeweilige Thema gewinnen, sondern auch das Unternehmen auf eine intensive Art kennenlernen können.
Andererseits kann das Unternehmen selbst hochqualifizierte Fachkräfte gewinnen, indem es sich während der Anfertigung der Bachelorarbeit ein gutes Bild von der Arbeitsweise der Studierenden machen kann.

RADIO-LOG: Welche Vorteile haben Hochschulen und Universitäten?

Evelin Haimburger: 

Bei der Wahl der Themen für Abschlussarbeiten wird bewusst Wert auf aktuelle berufsbezogene, anwenderorientierte sowie forschungsrelevante Fragestellungen gelegt, um sicherzustellen, dass die selbständig erarbeiteten wissenschaftlichen Ergebnisse auch relevant für die moderne radiologietechnologische Diagnostik und Therapie sind. Eine empirische Bachelorarbeit mit fachlich kompetenten Ansprechpartnern in einem Unternehmen zu schreiben ist für Studierende sehr attraktiv und ein zusätzlicher Ansporn, weil das Thema mit Sicherheit eine aktuelle Fragestellung sowie einen praktischen Bezug hat und die Ergebnisse sowohl für das Unternehmen als auch für den jeweiligen Fachbereich, in der die Arbeit geschrieben wird, eine große Relevanz hat. Die Studierenden selbst sammeln dabei wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft in dem sie interessante Einblicke in das Unternehmen bekommen und sie erhöhen erheblich ihre Berufschancen in diesem Unternehmen als AbsolventInnen. Abschlussarbeiten führen auch zu einer wertvollen Erweiterung des Praxis-Netzwerkes der Hochschule.

RADIO-LOG: Wie läuft die gemeinsame Betreuung im Unternehmen und an der Hochschule ab?

Dr. med. univ. Nderim Juniku: 

Die Betreuung einer Abschlussarbeit ist stets mit großem Aufwand verbunden. Während der wissenschaftlichen Arbeit im Unternehmen wenden die Studierenden Methoden aus dem Studium an, die einem Praxistest unterzogen werden können und besitzen dabei einen betriebsneutralen Blick.
Das Lektorat und Korrekturlesen einer Bachelorarbeit hat einen hohen Stellenwert und bedeutet eine professionelle und enge Zusammenarbeit zwischen den Studierenden, der Studiengangsleitung und dem Mentor.
Nach den intensiven Recherchen und präziser Dokumentation der Erkenntnisprozesse zu dem Thema der Bachelorarbeit ist man auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Dadurch muss auch eine Reihe von Elementen wie Zeitplanung, Literatur-Recherche, Literatur-Auswertung, Strukturierung des Stoffes, Gliederung, Schreiben, Zitationstechniken, Endphase und Bewertungskriterien beachtet werden.
Dies gelingt allerdings nur durch die intensive und professionelle Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Evelin Haimburger: 

Das Thema und Grobkonzept für eine empirische Bachelorarbeit im Unternehmen erfolgt in Absprache mit der Hochschule. Die Betreuung der Bachelorarbeit im Unternehmen, die allein dieser Person obliegt, muss eine entsprechende fachliche und wissenschaftliche Qualifikation mitbringen. Es gelten aber die Maßstäbe und Rahmenbedingungen der Hochschule. Die formalen Vorgaben, Kriterien zur Zitation und Beurteilungskriterien werden der Betreuung mitgeteilt. Sollten unterschiedliche Vorstellungen vom wissenschaftlichen Arbeiten zwischen Unternehmen und Hochschule aufeinandertreffen, wird im Sinne der Studierenden im Rahmen von Gesprächen zwischen Betreuung und der verantwortlichen Person in der Hochschule ein Kompromiss gefunden. Im Betreuungsprozess sind regelmäßige Rücksprachen auf beiden Seiten unerlässlich.

RADIO-LOG: Herr Dr. Juniku, Sie unterrichten seit 2010 als nebenberuflicher Lektor bei zwei Lehrveranstaltungen an der FH in Klagenfurt (Strahlenbiologie im 2. Sem. sowie Radioonkologie-Therapiekonzepte im 4. Sem.) und stehen somit in ganz engem Austausch mit den  Studierenden der Fachrichtung Radiologietechnologie.

Welche Erfahrungswerte können Sie aus dieser engen Kooperation mit der Hochschule und den Studierenden ziehen?

Dr. med. univ. Nderim Juniku: 

Die Zusammenarbeit mit Fr. Evelin Haimburger, MSc als Studiengangsleiterin und allen anderen Vollzeitmitarbeiter/innen und Professoren/innen gestaltet sich immer auf eine sehr freundliche, respektvolle und professionelle Art und Weise.
Es besteht ein reger Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie eine gemeinsame Koordination der Lehrveranstaltungen.
Die FH-Klagenfurt zeigt ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit hochqualifizierten externen Lektoren/innen und Dozenten/innen – unter anderem wurden auch meine Aktivitäten im Rahmen der Didaktik-Weiterbildung durch verschiedene Workshops unterstützt.
Die von Studierenden durchgeführte internen Evaluierungen werden ernsthaft und gemeinsam mit der Studiengangsleitung analysiert.
Bei solchen Bedingungen gestaltet sich die Lehrtätigkeit fachlich und didaktisch umfassend professionell und entspricht den höchsten Erwartungen einer moderner universitären Institution.
Die Studierenden sind dadurch hochmotiviert, zeigen frühzeitig Interesse an bestimmten Tätigkeitsprofilen der Radiologietechnologie und profitieren von der schnellen Integration in das Unternehmen.
Unsere Kooperation kann ich mit einem Wort als exzellent beschreiben.