RADIO-LOG – Ihr Ansprechpartner bei akuten Sportverletzungen

Fußball ist mit Abstand der beliebteste Sport in Deutschland. Egal ob beim Profi- oder Amateurfußball: Verletzungen beim Fußball passieren schnell und sind meist äußert schmerzhaft. Die exakte Diagnose ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. In unseren Radiologien kümmert sich unser hochqualifiziertes Team um Ihre Verletzung und können mit Hilfe unserer hochmodernen Gerätetechnologie schnell aussagekräftige Bilder vom Inneren Ihres Körpers erstellen. So kann schnell abgeklärt werden, ob es sich bei Verletzung beispielsweise um eine Meniskusverletzung handelt. Unser geschäftsführender Gesellschafter Dr. med. Stefan Braitinger ist Facharzt für radiologische Diagnostik und Neuroradiologie. Herr Dr. Braitinger gibt einen Einblick warum die richtige Diagnose wichtig ist und welche radiologische Untersuchung sich am besten für Sportverletzungen eignet.

Herr Dr. Braitinger, warum ist eine exakte Diagnose besonders wichtig für eine erfolgreiche Therapie?

Im Fall einer Sportverletzung kommt es darauf an, dass eine präzise Diagnose die Therapieentscheidung leitet. Insbesondere in der Kontaktsportart Fußball mit seinen enormen Dynamikpassagen ereignen sich leider immer wieder schwerwiegende Verletzungsmuster, die operativ behandelt werden müssen. Gerade hier ist die Planung der Eingriffsart auf Basis einer möglichst präzisen Diagnostik wesentlich. Das wichtigste Diagnoseinstrument in der Radiologie ist die MRT, die Röhre.

Mit der Wahl einer geeigneten Therapie und Wiederherstellung einer unbehinderten Funktion minimiert man die Spätfolgen, wie Fehlfunktion und Arthrosen.

Verletzungen passieren vor allem beim Fußball sehr schnell. Was sind die häufigsten Verletzungen bei Fußballspielern und welche bildgebenden Verfahren kommen hier zum Einsatz?

Das ist ein weites Feld aus Primärverletzungen und deren Spätfolgen. Akut stehen Kniegelenksverletzungen (Ein- oder Abrisse) am Kreuzbandapparat, den Seitenbändern und Menisken deutlich im Vordergrund. Oft sind es sogenannte komplexe Verletzungen, also Kombinationen aus Band- und Meniskusverletzungen. Nicht selten liegen auch äußerst schmerzhafte Knochenprellungen und sogar Verletzungen der Gelenkflächen vor. Dazu kommen die nicht seltenen Adduktorenverletzungen, die sogenannten Hamstring-Muskeln, die vor allem am Sitzbein ausreißen können. Auch komplexe Sprunggelenksverletzungen oder Verletzungen der Achilles-Sehne sind nicht selten. Auch hier hilft die Röhre das Verletzungsmuster genauer zu untersuchen. Verletzen kann man sich beim Kontaktsport  somit grundsätzlich an allen Körperparteien, was auch vorkommt. Beim Fußball spielen oftmals auch Kopfverletzungen eine Rolle und müssen besonders sorgfältig bewertet werden.

Fußballprofis trainieren täglich und haben mehrere Spiele pro Woche. Aber auch im Amateurfußball stehen mehrmals die Woche Trainingseinheiten und mindestens ein Spiel pro Woche auf der Tagesordnung. Erhöht eine starke körperliche Belastung das Verletzungsrisiko?

Hier muss man meiner Meinung nach in der gebotenen Kürze unterscheiden. Voraussetzung um leidlich verletzungssicher durch den Sport zu kommen, ist ein in Reflexen und Körper-Muskelstärke (aus-) trainierter, bewegungssicherer Körper. Beim Profifußball wird darauf auch sehr geachtet. Eine Rolle spielt dabei die Ausgewogenheit der Übungen im Trainingsprogramm.

Viele Fußballspieler erleiden mehrmals eine Sportverletzung. Ist eine erneute Verletzung langwieriger als eine Erstverletzung?

Wiederholte Sportverletzungen an der gleichen Stelle oder angrenzenden Elementen des Bewegungsapparates sind natürlich schädlich. Die Folgen sind zunehmende Funktionseinschränkungen und die Ausbildung früher Arthrosen. Auf die Lebenszeit und Alter gesehen werden dann unter Umständen weitere Operationen bis hin zu einem künstlichen Kniegelenk notwendig.

 

 

 


Vorsorgeuntersuchungen für Männer – Interview mit Dr. med. Friedrich Walther

Aus November wird Movember. Dieser wichtige Monat steht ganz im Zeichen der Gesundheitsvorsorge für Männer. Oftmals ist das Gesundheitsbewusstsein von vielen Männern nicht stark genug. Aus diesem Grund wurde der „Movember“ ins Leben gerufen, um auf die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere für Prostata- und Hodenkrebs, aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund lassen sich viele Männer im November einen Oberlippenbart als Erkennungsmerkmal wachsen, um auf die weltweite Bewegung hinzuweisen.

In unserer Praxis für Allgemeinmedizin am RADIO-LOG MVZ Passau führt Dr. med. Friedrich Walther, Facharzt für Allgemeinmedizin, eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen für Männer durch. Dr. med. Walther gibt einen Einblick, welche Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind und ab welchem Alter diese durchgeführt werden sollten.

Herr Dr. Walther, viele jungen Männer denken, dass Vorsorgeuntersuchungen erst ab dem mittleren Alter notwendig sind. Ab welchem Alter sollten Männer an ihre Vorsorgeuntersuchungen denken?

Man(n) kann bereits ab dem 18. Lebensjahr zur Vorsorge gehen. Auch jüngere Männer können beispielsweise an Herz-Kreislauf-Beschwerden erkranken. Mein Appell: Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig wahrnehmen und bei Fragen oder Unsicherheiten jederzeit gerne nachfragen.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind für die Männergesundheit wichtig?

In unserer Praxis bieten wir zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen für Männern an. Hier kann man(n) grundsätzlich „aus dem Vollen schöpfen.“

Unter anderem führen wir Check-Ups zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes durch. Diese Untersuchung wird einmalig bereits ab 18 Jahren durchgeführt, ab 35 Jahren ist der Check-Up alle drei Jahre möglich. Zudem bieten wir Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs (ab 35 Jahren) sowie Krebserkrankungen der Prostata und des äußeren Genitals (ab 45 Jahren) an. Auch die Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen und Darmkrebs ab 50 bzw. 55 Jahren ist bei uns möglich. Hier kann wahlweise jährlich ein Test auf nicht sichtbares (okkultes) Blut im Stuhl (bei Männern ab 55 Jahren alle zwei Jahre) oder zwei Darmspiegelungen im Mindestabstand von 10 Jahren durchgeführt werden.

Auch zwischen den gesetzlich möglichen Vorsorgeuntersuchungen kümmern wir uns jederzeit um akut auftretende Beschwerden und klären diese weiter ab. Zudem empfehle ich das PSA-Screening für Prostatakrebs. Die häufigste diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern ist Prostatakrebs. Mit dem PSA-Test ist eine Früherkennung von Prostatakrebs möglich. Hierbei handelt es sich allerdings um eine iGeL-Leistung. Die Kosten betragen ca. 30 Euro.

Das sind viele Möglichkeiten, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Wie oft sollten Männer zur Vorsorgeuntersuchung gehen?

Vielleicht ein kurzer Hinweis vorab. Vorsorgeuntersuchungen verhindern keine Krebserkrankungen oder andere Erkrankungen. Sie dienen dazu, Entwicklungen im Körper zu erkennen, die zu einer Erkrankung führen könnten. Nur so kann entsprechend entgegengesteuert werden. Aus diesem Grund sollten Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen und regelmäßig durchgeführt werden. So sollten Patienten die gesetzlich vorgegebenen Zeiträume mindestens nutzen und darüber hinaus bei akuten Beschwerden, wie beispielsweise Veränderungen beim Wasserlassen oder wachsenden Muttermalen, unverzüglich ein Termin vereinbaren. Sprechen Sie uns gerne bei Ihrem nächsten Termin an, welche Vorsorgeuntersuchungen bei Ihnen durchgeführt werden sollen. Manche Untersuchungen sollten jährlich durchgeführt werden, andere Tests finden in einem bestimmten Jahresturnus statt. Das hängt vom Alter und Krankengeschichte des Patienten ab.

Warum ist vor allem die Allgemeinmedizin ein guter Ansprechpartner für die Männergesundheit?

Letztlich kann man(n) sowohl beim Facharzt als auch beim Hausarzt Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Doch bei Fachärzten muss der Patient oftmals mit langen Wartezeiten rechnen. Zudem betrachten wir den Patienten ganzheitlich und begleiten unsere Patienten auf ihren gesamten Lebens- und Erkrankungsweg. Meist werden die Vorsorgeuntersuchungen vom Hausarzt durchgeführt und bei speziellen Fragestellungen wird der Patient anschließend zum Fachkollegen zur weiteren Abklärung überweisen.


RADIO-LOG setzt auf erneuerbare Energien – Interview mit Thomas Schwankl

Die derzeitige Energiekrise stellt nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen vor große Herausforderungen. Der Strompreis steigt derzeit exponentiell in die Höhe und auf viele Firmen kommen enorme Kostensteigerungen zu. Doch RADIO-LOG beschäftigt sich nicht erst seit kurzem mit der Erzeugung und Einsparung von Energie. Bereits 2006 investierte RADIO-LOG in die Errichtung einer Photovoltaikanlage in Passau am Schießstattweg 60, um umweltfreundlichen Solarstrom selbst zu erzeugen und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Thomas Schwankl, Mitarbeiter in der technischen Qualitätssicherung bei RADIO-LOG, kümmert sich hauptverantwortlich um die Wartung und Errichtung der PV-Analgen. Er gibt einen Einblick, wie viel Strom durch die unternehmenseigenen Photovoltaikanlagen erzeugt werden kann und welche weiteren Maßnahmen zur Energieeinsparung angestrebt werden.

Herr Schwankl, an welchen RADIO-LOG Standorten wurde bereits eine Photovoltaikanlage errichtet?
Zum jetzigen Zeitpunkt sind nur am Schießstattweg 60 und 60a PV-Anlagen installiert. Die erste Anlage wurde bereits 2006 am Schießstattweg 60 errichtet. Diese hat eine Leistung von 57 kWp (Kilowatt-Peak, kurz kWp). Dieses Maß gibt an, welche Leistung in Kilowatt eine Photovoltaikanlage unter Laborbedingungen erbringen kann. Nach dem Erwerb des Nebengebäudes 60a im Jahr 2015 wurde auch die dort bestehende PV-Anlage mit 18 kWp Anlagenleistung übernommen.

Müssen die Photovoltaikanlagen am Schießstattweg auch regelmäßig gewartet werden?
Ich kontrolliere die Anlagen mindestens einmal wöchentlich. Unsere PV-Anlagen haben eine Anlagenüberwachung und ich kann diese sowohl vor Ort als auch zuhause stets überprüfen. So kann ich ortsunabhängig prüfen, ob die Anlagen einwandfrei funktionieren. Zudem werden die Anlagen alle zwei bis drei Jahre gereinigt.

Wie viel Prozent der Gesamtenergie können durch die PV-Anlagen am Schießstattweg abgedeckt werden?
Aktuell können durch die beiden PV-Anlagen circa 8,5% des Strombezugs am Schießstattweg 60 abgedeckt werden.

Das ist bereits ein guter Anfang. Sollen die PV-Anlagen noch erweitert werden, um diese Zahl noch zu erhöhen?
RADIO-LOG möchte künftig immer mehr auf erneuerbare Energien setzen. Deshalb erweitern wir 2023 die PV-Anlage am Schießstattweg 60a um zusätzliche 27 kWp. Darüber hinaus möchten wir auch an anderen RADIO-LOG Standorten PV-Anlagen errichten. Derzeit sind wir bei drei Standorten mit den Gebäudeeigentümern im Gespräch. Hier wird aktuell eruiert, ob hier PV-Anlagen errichtet werden dürfen und ob die Dächer auch dafür geeignet sind.

Welche weiteren Maßnahmen plant RADIO-LOG in Bezug auf erneuerbare Energien?

Wir möchten natürlich die Steigerung der Stromproduktion durch eigene PV-Anlagen an allen RADIO-LOG Standorten ermöglichen. Zudem beschäftigt sich eine eigene Energie-Taskforce mit dem Thema Erzeugung und Einsparung von Energie. Wir möchten einen wichtigen Beitrag zum Thema Klimaschutz leisten und nehmen das Thema bei RADIO-LOG sehr ernst.


Eine Investition in die Zukunft: RADIO-LOG investiert über drei Millionen Euro am MVZ im Passauer Klinikum

PASSAU. Das medizinische Versorgungsunternehmen RADIO-LOG stärkt das RADIO-LOG MVZ am Klinikum Passau mit zwei neuen High-Tech-Geräten. Sowohl der Linearbeschleuniger als auch der abteilungseigene Röntgen-Computertomograph wurden in der Strahlentherapie am Passauer Klinikum erneuert. „Mit diesen Neuanschaffungen setzten wir unser Versprechen weiter um, die onkologische Versorgung auch künftig auf höchstem Niveau zu sichern“, so Dr. med. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG im Rahmen der Einweihungsfeier am Passauer Klinikum. Insgesamt 3,75 Millionen Euro wurden in die beiden medizinischen Großgeräte investiert.

Grußworte bei der Einweihung sprachen auch Armin Dickl, 3. Bürgermeister der Stadt Passau, und der stellvertretende Landrat Hans Koller. „Die Zusammenarbeit des Klinikums Passau mit RADIO-LOG ist ein Erfolgsmodell. Die Menschen in unserer Region können sich glücklich schätzen, so eine tolle medizinische Versorgung hier am Standort in Passau zu haben“, so Armin Dickl. Hans Koller zeigte sich ebenfalls beeindruckt und freute sich über die Neuinvestitionen in der Strahlentherapie am Klinikum Passau. Auch der göttliche Beistand durfte bei der Einweihungsfeier der High-Tech-Geräte nicht fehlen. Klinikums-Seelsorger Domvikar Josef Gerl, Klinikums-Seelsorgerin Barbara Stadlberger und der stv. evangelische Dekan Dieter Martin segneten die beiden neuen Geräte.

Mehr diagnostische Möglichkeiten bei minimierten Strahleneinsatz

Der neue Linearbeschleuniger ermöglicht eine besonders schonende Patientenbehandlung, da mit diesem High-Tech-Gerät die hochenergetischen Strahlen auf bösartige Tumore, aber auch auf gutartig erkrankte Körperbereiche sehr genau ausgerichtet werden können. Dabei werden zum einen die Begleiterscheinungen für die Patientinnen und Patienten minimiert und gleichzeitig verkürzt sich die Behandlungsdauer je Sitzung. Durch die leichte Handhabung verkürzt sich nicht nur die Behandlungszeit, sondern auch die Wartezeiten für Patienten werden dadurch minimiert und es können mehr Patientinnen und Patienten behandelt werden. Der neue Linearbeschleuniger ermöglicht zudem das sogenannte Atem-Gating. Beim Atem-Gating wird die natürliche Atembewegung als vierte Dimension mit einbezogen, die Bestrahlung erfolgt dann ausschließlich in einer ganz genau definierten Position des Brustkorbes. Dies ist vor allem für Patienten mit einem Lungen- und Brustkarzinom von Vorteil, da dadurch Herz und Umgebung geschont werden.

Neben dem Linearbeschleuniger wurde auch der abteilungseigene Computertomograph am Klinikum Passau erneuert. Mit dem neuen CT können die für die Bestrahlung notwendigen Planungsuntersuchungen schneller durchgeführt werden, sodass sich die Wartezeiten für die Patienten verringern und die Versorgung, insbesondere im Bereich der Körperstereotaxie (das sind hochpräzise Bestrahlungen, z.B. in der Lunge oder Leber) weiter ausgebaut werden kann.

Künftig sollen weitere Investitionen in neue High-Tech-Geräte an allen RADIO-LOG Standorten durchführt werden, um die wohnartnahe medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten stets auch höchstem Niveau zu gewährleisten.


MRT-Termine bei RADIO-LOG – Interview mit Frau Franziska Koller

Die Kernspin-Tomographie, besser bekannt als Magnet-Resonanz-Tomographie (kurz MRT), ist eine radiologische Untersuchung zur hochauflösenden Darstellung von verschiedenen Körpergeweben, Organen sowie Teilen des Bewegungsapparates mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Ein MRT liefert sehr genaue und differenzierte Darstellungen des Körperinneren: von Weichteilen und Organen bis hin zu Blutgefäßen und Tumoren. Das MRT ist somit ein sehr wichtiges Behandlungsangebot für viele unserer Patientinnen und Patienten. Die Nachfrage nach der Durchführung dieser radiologischen Untersuchung ist dementsprechend hoch und stellt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren medizinischen Versorgungszentren derzeit vor große Herausforderungen. In unserer Telefonzentrale in der Radiologie am RADIO-LOG MVZ Passau werden täglich für die Standorte Passau, Vilshofen und Rotthalmünster rund 130 ambulante MRT-Termine vermittelt und auch von unserem Fachpersonal durchgeführt. Aufgrund der laufenden Pandemie und krankheitsbedingter Ausfälle sind wir bei der Vermittlung von Untersuchungsterminen deutlich eingeschränkt. Trotz hoher Auslastung kommt es derzeit häufig zu Terminverzögerungen, da viele Patienten in mehreren Praxen Termine vereinbaren und anschließend vergessen, die nicht benötigten Termine wieder abzusagen. Die Termine können nicht mehr neu vergeben werden und es kommt somit zu enormen Störungen des Arbeitsablaufes.

Franziska Koller, Teamverantwortliche für die Diagnostik an unserem RADIO-LOG MVZ am Schießstattweg in Passau, ist zusammen mit ihrem Team besonders von dieser Problematik betroffen. Frau Koller gibt einen Einblick, wie ein MRT bei RADIO-LOG abläuft und wie sich die Nicht-Absagen von MRT-Terminen auf ihren Arbeitsalltag auswirken.

Frau Koller, viele Patienten haben vor ihrem ersten MRT-Termin etwas Angst und wissen nicht, was genau auf sie zukommt. Können Sie bitte kurz erklären, wie genau ein MRT bei RADIO-LOG abläuft?

Als erstes wird der Patient an unserer Anmeldung aufgenommen. Anschließend überreichen wir ihm einen Aufklärungsbogen und verschiedene Dokumente, die der Patient im Anschluss wahrheitsgemäß ausfüllen muss. Danach wird der Patient gebeten, in einem der Wartezimmer Platz zu nehmen. Sobald das MRT-Gerät bereit ist, holt eine Kollegin den Patienten ab und begleitet ihn zur Umkleidekabine. Hier wird dann nochmal der grobe Ablauf erklärt und der Patient wird darauf hingewiesen, dass er bitte alle metallischen Gegenstände (z.B. Körperschmuck, Brille, BH, …) ablegen muss, da der ganze Behandlungsraum magnetisch ist. Anschließend führt einer unserer Mitarbeiter das Anamnesegespräch durch. Es soll dadurch geklärt werden, welche Beschwerden der Patient hat und woher die Schmerzen stammen. Diese Angaben werden dann auch in der Karteikarte vermerkt. Falls der Patient ein Kontrastmittel oder ein Beruhigungsmittel verabreicht bekommt, kommt noch einer unserer Ärzte vorbei und injiziert das Mittel. Danach wird der Patient in die richtige Position gelagert und anschließend das MRT durchgeführt. Insgesamt dauert ein MRT somit circa 15 bis 30 Minuten. Uns ist es sehr wichtig, dass sich der Patient bei uns wohl fühlt und wir stehen ihm bei Fragen oder Unsicherheiten während der gesamten Untersuchung jederzeit zur Seite.

Welche Dokumente muss der Patient zur Behandlung mitnehmen?

 Der Patient muss einen Überweisungsschein zur Untersuchung mitbringen, damit wir genau wissen, warum der Patient bei uns ist. Die Versichertenkarte ist natürlich auch sehr wichtig. Falls es Voraufnahmen oder einen Vorbefund gibt, kann der Patient diese gerne zur Untersuchung mitbringen. Dann können wir anhand dieser Aufnahmen einen Vergleichsbefund erstellen. Manche Patienten haben auch ein Fremdkörperimplantat. Diese müssen ihren Implantatausweis zur Untersuchung mitbringen. Zahnimplantate zählen im Übrigen nicht dazu.

Das ist gut zu wissen. Wie viele MRT-Termine werden bei Ihnen am Schießstattweg durchschnittlich an einem Tag durchgeführt?

Wir haben in unserer Radiologie am Schießstattweg insgesamt 3 MRT-Geräte. Pro Gerät werden rund 30 Untersuchungen pro Tag durchgeführt. Sprich wir machen pro Tag circa 90 MRT-Untersuchungen. Die Durchführung erfolgt dabei im Viertelstundentakt.

Das ist eine Menge. Da ist es natürlich wichtig, dass die Organisation dahinter reibungslos abläuft und die Patienten rechtzeitig zum Termin erscheinen. Kommt es auch öfter vor, dass Patienten nicht zum Termin erscheinen?

Leider passiert sowas in letzter Zeit immer häufiger. Im Durchschnitt kann man sagen, dass sechs bis acht Patienten pro Tag nicht zum Termin erscheinen und vergessen, ihre Termine abzusagen. Sprich wir müssen versuchen, bis zu acht Termine pro Tag kurzfristig zu vergeben. Das ist leider nicht immer einfach.

Das ist natürlich sehr ärgerlich. Muss der Patient mit irgendwelchen Konsequenzen rechnen, wenn er vergisst, seinen Termin abzusagen?

Wenn der Patient einen Termin bei uns nicht wahrnimmt und vergisst abzusagen, dann wird dies in seiner Patientenakte vermerkt. Wenn er dreimal vergisst den Termin abzusagen, dann können wir ihm künftig leider keine Termine mehr anbieten. Wir weisen die Patienten bei der Vergabe der Termine auch immer darauf hin, dass nicht benötigte Termine bitte immer abgesagt werden müssen.

 Wie sehr beeinträchtigt Sie die Nicht-Absage von Patienten?

Für uns sind diese Nicht-Absagen sehr ärgerlich. Wir müssen dann sehr schnell reagieren und versuchen den Termin kurzfristig an einen anderen Patienten zu vergeben. Wir rufen dann Patienten auf unserer Warteliste an, die in der näheren Umgebung arbeiten oder innerhalb von 15 Minuten bei uns in der Praxis sein können. Leider funktioniert die kurzfristige Terminvergabe nicht immer. Dann kommt es zum Stillstand des Gerätes und das ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Für uns sind die Nicht-Absagen daher leider ein großer Mehraufwand. Wir sind derzeit auch von krankheitsbedingten Ausfällen betroffen und sind deshalb auch oft unterbesetzt. Diese Nicht-Absagen und die damit verbundene zusätzliche telefonische Nachfrage stellen uns derzeit vor große Herausforderungen. Wir bitten deshalb alle Patientinnen und Patienten, ihre nicht benötigten Termine rechtzeitig telefonisch oder per E-Mail abzusagen. Nur so können wir einen reibungslosen Ablauf garantieren und die Wartezeit auf MRT-Untersuchungen deutlich verkürzen.


RADIO-LOG unterstützt Kinderhilfe Eckental

PASSAU. Das Wohl der Patientinnen und Patienten hat für RADIO-LOG oberste Priorität. Vor allem die Kleinen brauchen in schwierigen Situationen eine besondere Behandlung und Fürsorge. Aus diesem Grund unterstützt RADIO-LOG die Kinderhilfe Eckental bei der Aktion „Trösterteddys“. Kinder erhalten dabei in Notsituationen kleine Teddybären, um sie in schwierigen Momenten abzulenken. „Die Teddys sind kleine Trostspender für die Kinder und helfen dabei, traumatische Erlebnisse besser verarbeiten zu können“, erklärt Frau Dr. med. Manuela Bauer, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am RADIO-LOG MVZ Passau. Die Trösterbären begleiten die Kinder während den Untersuchungen. „Die Teddys sehen dabei nicht nur nett aus, sondern sind natürlich auch kindgerecht. Sie sind absolut fusselfrei, CE geprüft und enthalten keine Schadstoffe“, so Corinna Steffl, Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  bei der Kinderhilfe Eckental.

Nach den Behandlungen dürfen die Kinder die Teddys auch mit nach Hause nehmen. „Das Wohl unser kleinsten Patientinnen und Patienten liegt uns besonders am Herzen. Wir freuen uns, dass wir diese tolle Aktion unterstützen dürfen und den Kindern in Notsituationen mit einem kleinen Present zur Seite stehen können“, so Dr. med. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter bei RADIO-LOG. Künftig werden die Trösterbären im Klinikum Passau und beim Malteser Hilfsdienst eingesetzt.


RADIO-LOG und Zimeda spenden medizinische Geräte an ukrainische Krankenhäuser

PASSAU. Zusammenhalt und Solidarität ist aktuell wichtiger denn je. Die gegenwärtige Situation in der Ukraine ist für die Krankenhäuser vor Ort eine große Herausforderung. Vielerorts fehlt es an wichtigen medizinischen Behandlungsgeräten, um die unschuldigen Opfer in den umkämpften Gebieten bestmöglich zu versorgen. Um die Ärztinnen und Ärzte in der Ukraine zu unterstützen, spenden RADIO-LOG und das Sanitätshaus Zimeda aus Passau verschiedene medizinische Geräte: von Ultraschallgeräten, Rollstühlen, einem Patientenmonitor und einem Defibrillator bis hin zu zahlreichen Fieberthermometern. „In unseren Praxen setzen wir auf die modernsten Behandlungsmethoden und Techniken. Doch auch unsere gebrauchten Geräte funktionieren noch einwandfrei. Wir freuen uns, dass wir die Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine mit unseren gebrauchten, aber vollfunktionsfähigen Geräten unterstützen können“, erklärt Dr. med. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter bei RADIO-LOG.

Transport und Organisation der Geräte

Organisiert wurde die Aktion von der ukrainischen katholischen Gemeinde in München in Zusammenarbeit mit der Stadt München. Herr Dr. med. Detlev Werner, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe aus Pocking, wurde auf die Aktion aufmerksam und rief zahlreiche Ärztinnen und Ärzte aus der Region zur medizinischen Sachspende für die ukrainischen Krankenhäuser auf. Alle Spenden werden am Krankenhaus in Rotthalmünster gesammelt und anschließend mit dem Transporter in die Ukraine gebracht. Herr Dr. med. Werner freute sich sehr über die Spende: „Ich vereinbarte mit der ukrainischen katholischen Gemeinde, dass ich im Landkreis Passau Spenden sammele, um den Menschen vor Ort zu helfen. Ich bin sehr dankbar, dass RADIO-LOG und Zimeda mich dabei mit zahlreichen Geräten unterstützt haben.“ Die Spenden werden dabei direkt in die ukrainischen Krankenhäuser gebracht. „Das ukrainische Team schafft es, die Spenden sogar in die umkämpften Gebiete, wie zuletzt nach Mykolajiv, zu liefern.“, so Herr Dr. Werner.

Auch Martin Haas, Geschäftsführer von Zimeda, war bei der Spendensammlung sofort mit an Bord und steuerte ebenfalls zwei Ultraschallgeräte bei: „Zusammen mit RADIO-LOG und Herrn Dr. Werner konnten wir in kürzester Zeit zahlreiche vollfunktionsfähige Geräte sammeln. Diese tolle Aktion unterstützen wir natürlich gerne.“


PD Dr. med. Christoph Straube übernimmt die ärztliche Leitung bei RADIO-LOG in Hof

HOF. Hochmoderne Technik, innovative Therapien und Investitionen von rund zwölf Millionen Euro – ein gutes Jahrzehnt steht RADIO-LOG in Hof bereits für beste Strahlentherapie in der Region. Immer dabei im Mittelpunkt: der Mensch. Zehn Jahre hat Bernd Dittmann als ärztlicher Leiter den Standort am Sana-Klinikum geleitet, Aufbauarbeit geleistet und ihn weiterentwickelt. Jetzt übernimmt Privatdozent Dr. med. Christoph Straube, der bereits seit Januar 2021 im Team mitarbeitet, die Postion. Für die Zukunft will er alle onkologischen Disziplinen noch enger vernetzen. „Denn die engmaschige Abstimmung aller Therapieschritte ist der Schlüssel zu einer individuell auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittenen Behandlung“, sagt der Mediziner, der dabei auch weiter auf hochmoderne Technik setzt. Dr. med. Stefan Braitinger als geschäftsführender Gesellschafter bei RADIO-LOG betont: „Mit Dr. Christoph Straube führt ein erfahrener Facharzt für Strahlentherapie die hervorragende Arbeit, die Bernd Dittmann geleistet hat, fort.“ Damit bietet RADIO-LOG gemeinsam mit den Kooperationspartnern in Hof, dem Vogtland und in Oberfranken den Patientinnen und Patienten aus der Region modernste Bestrahlung heimatnah an. Dr. Christoph Straube ergänzt: „Wir als Radio-Onkologen werden die Behandlung von Krebserkrankungen und gutartigen Tumoren auf höchstem Niveau erhalten.“

Zwölf Millionen für die Therapie in der Region

2011 hat RADIO-LOG die Strahlentherapie am Sana-Klinikum Hof übernommen. Als ärztlicher Leiter hat Bernd Dittmann den Standort entwickelt. Zunächst investierte RADIO-LOG in einen neuen, damals hochaktuellen Linearbeschleuniger und führte moderne Bestrahlungstechniken ein. Schon 2012 folgte der zweite Linearbeschleuniger. „Mit diesem erhöhten wir die Kapazitäten und konnten mehr Patientinnen und Patienten die Behandlung in der Region ermöglichen“, erklärt Bernd Dittmann. „Außerdem konnten erstmalig in Hof auch gutartige Erkrankungen wie Fersensporn und Tennisellenbogen behandelt werden.“ 2020 ersetzte RADIO-LOG das erste Gerät durch ein hochmodernes Bestrahlungsgerät, das sämtliche derzeit möglichen Bestrahlungstechniken auf höchstem Niveau ermöglicht. Insgesamt investierte das Unternehmen rund zwölf Millionen Euro in die Strahlentherapie vor Ort.

Kürzere Therapie – weniger Nebenwirkungen

RADIO-LOG bietet nun auch die Stereotaxie und Radiochirurgie gutartiger Hirntumoren wie Meningeomen oder Akustikusneurinomen sowie bösartiger Tumore und Metastasen aller Körperregionen an. Dr. Christoph Straube erklärt die Vorteile der modernen Technik und der neuen Verfahren: „Die Stereotaxie erlaubt die millimetergenaue Behandlung kleiner Tumoren und Metastasen im gesamten Körperbereich. Damit wird eine maximale Schonung des empfindlichen umgebenden Gewebes erreicht. Die Therapie ist dabei zum Teil bereits nach einer bis fünf Sitzungen abgeschlossen. Wir erreichen damit eine sehr gute Wirksamkeit bei meist nur minimalen Nebenwirkungen und können so vielen Patienten eine Operation ersparen.“

Auch in der „normalen“ Strahlentherapie kann durch die modernen Techniken die Behandlungszeit zum Teil erheblich verkürzt werden, ohne dass dadurch Nebenwirkungen zunehmen. So ist in vielen Fällen eine Strahlentherapie der Brust nun bereits nach nur drei Wochen beendet, während früher mehr als sechs Wochen Therapie die Regel waren. „Wir nehmen damit deutlich weniger Zeit unserer Patientinnen in Anspruch und tragen damit weiter zu einer hohen Lebensqualität in dieser belastenden Lebensphase bei“, erklärt der Arzt, für den immer der Mensch im Mittelpunkt steht: „Die Strahlentherapie ist vor allem ein klinisches Fach, bei dem wir eng mit unseren Patientinnen und Patienten zusammenarbeiten. Gerade die Fürsorge des gesamten Teams ist während und nach der technischen Behandlung besonders wichtig.“

Netzwerk für die Menschen

Dabei greift die Strahlentherapie in Hof auf den RADIO-LOG-Verbund mit aktuell sieben Radio-onkologischen Standorten in ganz Bayern zurück. „Wir tauschen uns engmaschig über komplexe Fälle aus; dabei profitieren unsere Patientinnen und Patienten vom Wissen und der Erfahrung von über 20 erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten für Strahlentherapie“, erklärt Dr. Christoph Straube. Auch die Medizinphysikerinnen und Medizinphysikeren sind eng über alle Standorte miteinander vernetzt. „Sie erstellen gemeinsam die hochkomplexen Bestrahlungspläne für unsere Patientinnen und Patienten“, sagt er.

Bernd Dittmann als sein Vorgänger hat Kooperationen in der Region aufgebaut, die der neue ärztliche Leiter weiter pflegen und vertiefen will. So arbeitet RADIO-LOG in Hof neben den Organzentren und dem Endoprothetikzentrum am Sana- Klinkum Hof auch mit den Brustzentren Rodewisch und Marktredwitz, dem Prostatazentrum Marktredwitz sowie der Tumorkonferenz der Landkreiskliniken Hof und dem neuroonkologischen Tumorboard Plauen zusammen. Bernd Dittmann sagt: „Außerdem war mir die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen der bayerischen Krebsgesellschaft in Hof, Plauen und Marktredwitz von Anfang an ein großes Anliegen.“ Der intensivste Kontakt besteht zur Selbsthilfegruppe Frauenkrebs Hof Erika Mohr. Patientenvorträge und Ausstellung der Malgruppe, die zuletzt wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, sollen in Zukunft wieder aufgenommen werden.


RADIO-LOG spendet ein Ultraschallgerät an die Rumänienhilfe in Wegscheid

WEGSCHEID/PASSAU. Ultraschallgeräte liefern Bilder der inneren Organe – für die Diagnostik sind diese in vielen Fällen entscheidend. Davon profitieren künftig noch mehr Patienten in Rumänien. Denn RADIO-LOG spendet ein Ultraschallgerät, das bisher gute Dienste in der Praxis für Kinderheilkunde im Passauer Schießstattweg geleistet hat, an die Rumänienhilfe Wegscheid. Dr. med. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter bei RADIO-LOG, erklärt: „An unseren Standorten setzen wir immer auf modernste Technik. Doch auch die ausgemusterten Geräte leisten noch ihren Dienst.“ Jetzt übergab er das Sonografie-Gerät an Herlinde Geißler. Die Vorsitzende des Vereins, freute sich über die Spende: „Das Gerät wird künftig in einer Praxis zur Diagnostik eingesetzt. Davon profitieren Menschen, die sich kaum eine medizinische Behandlung leisten können.“

Essen und Medikamente

Jeden Freitag veranstaltet die Rumänienhilfe, eine Initiative des Katholischen Deutschen Frauenbundes, einen Flohmarkt in der ehemaligen Schule von Wildenranna in Wegscheid. Der Erlös kommt diversen Hilfsprojekten in Rumänien zugute, so zum Beispiel dem Erhalt und Ausbau eines Behindertenzentrums, einer Seniorenbetreuung und einer Pflegestation. Außerdem finanziert die Rumänienhilfe tägliches Mittagessen für rund 500 Kinder in einer Schule. „Wir versorgen die Armen und Kranken vor Ort außerdem mit Medikamenten“, ergänzt Dr. med. Heinz-Peter Sedlmaier, ehemaliger Chefarzt am Krankenhaus Wegscheid.

Erst 2021 beschaffte RADIO-LOG ein neues Sonografie-Gerät für die Kinderarzt-Praxis am Schießstattweg in Passau. Die bisherige Technik war zwar in die Jahre gekommen, funktioniert aber noch einwandfrei. „Damit eignet sich dieses Gerät perfekt für eine Spende“, sagt Stefan Braitinger und freut sich, dass RADIO-LOG so noch etwas Gutes tun kann.


Familiäres Brustkrebsrisiko: Interview mit Dr. Kathrina Huber

Das Mammakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung von Frauen, gilt aber auch als gut heilbar. Voraussetzung ist, dass Anzeichen dafür früh erkannt werden. Wie das gelingen kann, beantwortet Dr. Kathrina Huber. Sie ist Fachärztin für Gynäkologie bei RADIO-LOG und erklärt zudem, was Männer damit zu tun haben.

Frau Dr. Huber, wen trifft denn Brustkrebs besonders häufig?
Grundsätzlich steigt das Risiko für diese Erkrankung mit der Veränderung des Hormonspiegels in Richtung Menopause. Deshalb gibt es auch seit vielen Jahren für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren eine Reihenuntersuchung, das Mammographie-Screening. Doch nicht nur die Hormone spielen eine Rolle. Bei jüngeren Menschen kann Krebs durch eine Veränderung der Erbanlagen entstehen.

Heißt das, dass es Familien mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs gibt?
Richtig. Deshalb ist auch die Abfrage bei jungen Frauen sehr wichtig, wie es mit Krebserkrankungen im familiären Umfeld aussieht. Hier gilt das Augenmerk auch dem Eierstockkrebs, der an dasselbe Gen gebunden ist wie Brustkrebs. Aus dieser Erstbetrachtung der Blutsverwandten ergibt sich dann eine erste Risikoeinschätzung: Je mehr Fälle und je jünger die Erkrankten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine vererbbare Veränderung ganz spezieller Gene vorliegt. Schwer wiegt übrigens auch die Brustkrebserkrankung eines männlichen Verwandten bei der Risikoeinschätzung. Denn auch bei Männern können sich im Bereich der Brust Tumorzellen bilden – diese sind mit hoher Wahrscheinlichkeit das Resultat einer Veränderung des Erbguts.

Was raten Sie einer Frau in diesem Fall?
Der erste Schritt ist eine humangenetische Beratung, zu der ich dann überweise. Eine kompetente Expertin sitzt in unmittelbarer Nähe im Ärztehaus am Schießstattweg. Hier finden Ratsuchende Begleitung, auch mit einem detaillierten Blick auf den Familienstammbaum. Ein weiterer Schritt kann eine molekulargenetische Untersuchung sein. Dabei wird eine Blutprobe entnommen und zwei ganz bestimmte Gene werden aufgeschlüsselt dargestellt. So kann eine mögliche Veränderung des Erbgutes erkannt werden. Das heißt allerdings nicht, dass die damit verbundene Veranlagung im Laufe der Zeit auch zum Tragen kommt.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Grundsätzlich übernehmen die Kassen die Kosten für die humangenetische Beratung. Für die Testung der Genanlage empfehle ich in jedem Falle, vorab die Kostenübernahme abzuklären.

Was passiert nach dem Gentest?
Das Testergebnis hilft den jüngeren Frauen, mit dem familiären Risiko umzugehen. Eine mögliche Maßnahme ist eine engmaschige Überprüfung mithilfe eines geeigneten Begutachtungsverfahrens: Da kommt eine Mammographie, also eine spezielle Röntgenaufnahme der Brust, in Frage. Als Mittel der Wahl sind auch ein MRT oder auch eine Mamma-Sonographie möglich, das ist eine Ultraschalluntersuchung. Welches bildgebende Verfahren in welchem Turnus zur Anwendung kommt, definieren das Resultat des Gentests und das Alter der Betroffenen.

Ab wann sollten Frauen regelmäßig zur Vorsorge gehen?
Grundsätzlich früh und das ist auch kein zusätzlicher Aufwand. Denn die Vorsorgeuntersuchungen sind ja Teil des jährlichen Frauenarztbesuches. Dazu gehört auch das Abtasten der Brust. Meine Kolleginnen und ich machen das auch bereits bei 20-jährigen. Dabei ist uns wichtig, die Frauen früh anzuleiten, dies selbst zu tun und damit auch Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.