Mammographie


Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Sie dient der Erkennung und Abklärung von Brusterkrankungen, insbesondere der Früherkennung von Brustkrebs. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Bei einer Mammographie wird die zu untersuchende Brust zwischen einer Röntgenröhre und einem Bildempfänger positioniert. Die Strahlung, die durch das Gewebe tritt, erzeugt dann die Mammographie-Aufnahme. Für diese Röntgenuntersuchung wird eine Molybdän-/ Wolfram-Anode benutzt, um weiche Strahlung zu erzeugen. Sie macht das Brustdrüsengewebe besonders gut sichtbar. Der Arzt oder die Ärztin kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen, sogar winzige Verkalkungen (Mikrokalk), die ein erster Hinweis auf Brustkrebs sein können.

Seit 2002 ist die Mammographie fester Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Form des Mammographie-Screenings und eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, zu der die Frauen direkt persönlich eingeladen werden.

Die Kompression kann für die Brust leicht schmerzhaft sein, nur in sehr seltenen Fällen besteht eine Druckempfindlichkeit auch danach. Der Druck hat keine schädlichen Auswirkungen auf die Brust, es entsteht dadurch kein Brustkrebs, was manche Frauen fürchten.

Eine Mammographie zu erstellen, ist zum Beispiel in den folgenden Fällen sinnvoll:

  • Bei einem Knoten in der Brust
  • Bei einer Verhärtung der Brust oder von Teilen der Brust
  • Bei Austritt von Flüssigkeit aus der Brust
  • Bei tastbar vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs: Dies besteht bei eigener Krebserkrankung, Krebsvorstufen oder Brustkrebs in der Familie.
  • Früherkennung im Rahmen des Mammographie-Screenings
  • Nachsorge nach Brustkrebs

Eine ergänzende Methode zur Brustuntersuchung bietet die Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Sie ist jederzeit auch wiederholt ohne Strahlenexposition auf die Brust durchführbar.

Die Kernspintomographie (MRT) der Brust ist speziellen Fragestellungen vorbehalten. Nur Frauen mit gesichertem familiären Risiko sollten diese regelmäßig durchführen lassen. Auch nach Operationen der Brust ist die MRT ein häufig verwendetes Verfahren, in der Nachsorge manchmal unverzichtbar.

Wichtig ist die regelmäßige Selbstuntersuchung – das Abtasten – der Brust.

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