Neuer Computertomograph hatte weite Anreise

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

RADIO-LOG investiert weiter in Rotthalmünster – neues Gerät aus Japan eingetroffen

PASSAU/ROTTHALMÜNSTER. Hochmodern und weit gereist ist der neue Computertomograph (CT), der am vergangenen Montag (19. März) in der Simbacher Straße eingetroffen ist. Dort betreibt das medizinische Versorgungsunternehmen RADIO-LOG als Partner der Landkreiskliniken die Diagnostik für das Krankenhaus in Rotthalmünster und unterstützt zudem Ärzte aus den umliegenden Orten. Das medizinische Hightech-Gerät ist ein echtes Produkt der Globalisierung: US-amerikanischer Hersteller, Fertigung in Japan, Einsatz in Deutschland. Rund 2,5 Tonnen schwer traf es mit einem Spezialtransport in Rotthalmünster ein, geschützt vor Kälte und Feuchtigkeit durch eine Spezialfolie. Über 500.000 Euro investiert RADIO-LOG in das neue Gerät und seine Einbindung in die IT-Infrastruktur. Weitere 120.000 Euro hatten die Vorbereitungen der neuen Räumlichkeiten gekostet, die die Landkreiskliniken mitgetragen haben.
„Diese Investition ist ein großer Schritt bei der Weiterentwicklung unserer Radiologie hier am Ort“, hält Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG, fest. Bereits vor knapp zwei Jahren war der Röntgenraum in Rotthalmünster umgebaut und komplett neu ausgestattet worden. Nun freut sich das dreizehnköpfige Team um die beiden Fachärzte Piotr Owczarek und Dr. Jens-Peter Staub auf die Arbeit mit dem neuen CT. Denn es ist das modernste, was es auf dem Markt gibt: Es arbeitet deutlich schneller als sein Vorgänger, liefert noch präzisere Bilder und benötigt dabei deutlich geringere Strahlendosen. Zum besseren Komfort für Patienten trägt zudem ein großzügiger Röhrendurchmesser bei.

Sekundenschneller Blick ins Herz

Das Besondere an der neuen Technik, für die sich RADIO-LOG entschieden hat, ist eine spezielle Kardio-Ausrüstung. Diese Aufnahme- und Auswertungssoftware ermöglicht die dreidimensionale Darstellung des Herzens und der Herzkranzgefäße innerhalb von nur sechs Sekunden. Das ist ein Quantensprung bei der Diagnostik von Patienten mit hohen Pulsraten, Herzrhythmusstörungen oder gar Herzstillstand.

Start nach Ostern

In diesen Tagen arbeiten nun viele Hände daran, das neue CT startklar zu machen: Zunächst wird es an seinen Standort in der Radiologie gebracht. Dann gehen die Experten für Medizintechnik ans Werk: Systeme werden aufgespielt und getestet. Zudem werden Datenleitungen geknüpft, denn RADIO-LOG bewahrt die diagnostischen Aufnahmen mindestens zehn Jahre nach den aktuellen Vorgaben des Datenschutzes auf. Das ermöglicht schnellen Zugriff, wenn für einen Patienten ein zweiter Blick notwendig ist oder Veränderungen über einen längeren Zeitraum betrachtet werden sollen. Läuft die Einbindung wie geplant, dann startet noch vor Ostern die Einarbeitung der Mitarbeiter an dem neuen Hightech-Gerät. Danach geht es schrittweise in den Patientenbetrieb und schickt seinen bewährten Vorgänger in den Ruhestand.

Einsatzbereich

Die Computer-Tomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren, das einen dreidimensionalen Datensatz der untersuchten Körperregion anfertigt. Die räumliche Darstellung entsteht, in dem eine spezielle Software über 100 Bilder übereinanderlegt. Am Bildschirm tastet sich der Arzt dann in verschiedenen Schnittebenen durch den Körper. Angewandt wird das Verfahren insbesondere für diagnostische Fragestellungen im Bereich des Bauchraumes, des Kopfes und des Skelettsystems. Kontrastmittel können bei bestimmten Fragestellungen die Aussagekraft verbessern. Im Gegensatz zum Magnetresonanz-Tomograph (MRT) ist diese Art der bildgebenden Diagnostik auch für Menschen mit Herzschrittmachern oder Metallteilen im Körper geeignet. Im Krankenhaus kommt das CT häufig bei der Notfall-Diagnostik im Bereich des Herzens zum Einsatz.