Klinikum Passau und RADIO-LOG kooperieren

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

Das Klinikum Passau und RADIO-LOG werden Partner in der Strahlentherapie.

PASSAU. Der Passauer Gesundheitsdienstleister mit Stammsitz im Schießstattweg wird ab 1. Januar 2018 in eigener Regie die Strahlentherapie in den Räumen des Klinikums betreiben.

„Wir haben nach einer tragfähigen Lösung für die Zukunft gesucht“, erklärt Klinikumswerkleiter Stefan Nowack diesen Schritt. Hauptargument für die Entscheidung, die Strahlentherapie auszugliedern und an RADIO-LOG zu übergeben, sei die fachliche Expertise des neuen Partners. Das medizinische Versorgungsunternehmen betreibt neben der Strahlentherapie im Schießstattweg fünf weitere Einrichtungen dieser Art in Bayern. Zuletzt ging der Betrieb der Strahlentherapie in den Räumen des Deggendorfer Donau-Isar-Klinikums an das Unternehmen über, auch die Landkreiskliniken Günzburg haben eine komplett neue Strahlentherapie mit RADIO-LOG eröffnet. „Wir sehen uns als Partner in einem immer komplexer werdenden Umfeld. Das schätzen immer mehr Klinikbetriebe, mit denen wir an der ambulant-stationären Schnittstelle zusammenarbeiten“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Stefan Braitinger die Grundidee von RADIO-LOG.

„Wir bündeln Kräfte statt zu konkurrieren“, sagt Stefan Nowack über die neue Kooperation, an deren Zustandekommen sowohl das Klinikum Passau als auch RADIO-LOG großes Interesse hatten. Für alle Patienten aus der Region, die eine Strahlentherapie brauchen, ändert sich dadurch jedoch nichts: „Die Strahlentherapie bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der onkologischen Versorgung am Klinikum Passau“, betont Nowack. Weiterhin können ambulante Patienten im Stadtgebiet Passau sowohl im Klinikum als auch bei RADIO-LOG im Schießstattweg die Strahlentherapie nutzen „Dadurch ergibt sich eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Termine“, sagt Dr. Stefan Braitinger.

„Krebs ist eine große Herausforderung in einer Zeit, in der die Menschen immer älter werden. Doch die Chancen, auch mit einer solchen Erkrankung noch viele Jahre bei hoher Lebensqualität auszukommen, sind hoch“, sagt Braitinger. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung der letzten zehn Jahre habe die Strahlentherapie. Auch Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates profitieren von der Anwendung der hochenergetischen Strahlen. Der rasante technische Fortschritt in der Radioonkologie erfordere jedoch regelmäßige Investitionen in enormer Höhe, um die Behandlungsqualität stetig zu verbessern. RADIO-LOG wird deshalb schon im Jahr 2018 in die technische Ausstattung der Strahlentherapie am Klinikum investieren, das künftig das Zentrum der Strahlentherapie in Passau sein wird: Der Standort bekommt ein Bestrahlungsgerät der neuesten Generation für rund 2.75 Millionen Euro.

Die niedergelassenen Strahlentherapie-Fachärzte, die bislang im Klinikum Passau tätig waren, werden künftig bei RADIO-LOG beschäftigt sein. Die Mitarbeiter der Abteilung haben ein Angebot von RADIO-LOG erhalten und können wechseln, sofern sie nicht weiter am Klinikum beschäftigt bleiben wollen.