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RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

Investition gegen den Krebs

Strahlentherapie von RADIO-LOG in Deggendorf tauscht Linearbeschleu-niger aus – Behandlungen gehen am Standort Passau weiter

DEGGENDORF. Eine Investition in die Zukunft und für Menschen mit einer Tumo-rerkrankung: Die Strahlentherapie von RADIO-LOG am Donau-Isar-Klinikum ersetzt neben dem Computertomograph den Linearbeschleuniger durch ein Bestrahlungsgerät der neuesten Generation. Das Gerät, von dem seit 2006 jedes Jahr rund 800 Patientinnen und Patienten profitiert haben, wird am 30. April abge-schaltet. Ende Juni starten die Behandlungen dann mit dem neuen Hightech-Beschleuniger. Doch auch in der Übergangszeit sind Tumorpatienten gut aufgeho-ben: Sie werden solange in den beiden Strahlentherapien von RADIO-LOG in Passau behandelt, dort hat man eigens Kapazitäten geschaffen. „Damit sichern wir die Therapie der Betroffenen aus der Region“, erklärt Dr. Ellen Kiesling, ärztli-che Leiterin der Strahlentherapie in Deggendorf. Das sei besonders in der ange-spannten Situation in der Corona-Pandemie wichtig. Sie und ihr Team pendeln für die kommenden Wochen ebenfalls nach Passau: Sie betreuen Ihre Patienten weiterhin in Passau und arbeiten sich vor Ort in die Technologie ein, die künftig auch in Deggendorf zum Einsatz kommt. Patienten-Erstgespräche und Nachsorgen sind am Deggendorfer Standort weiter möglich.

Vernetzte Behandlung

„Unsere Standorte und die gesamte Technik sind miteinander vernetzt; wir können die Patientinnen und Patienten jederzeit an einem anderen Standort behandeln. Sie müssen die Vorbereitungen wie beispielsweise Aufnahmen in einem speziellen Computertomographen nicht noch einmal durchlaufen“, erklärt die Fachärztin. Die Behandlungen laufen weiter – wie in Deggendorf, nur eben im 30 Minuten entfern-ten Passau. Zur Anfahrt während der Umbauphase hat RADIO-LOG mit den Krankenkassen abgestimmt, dass diese die Transportkosten für den etwas auf-wendigeren Weg übernehmen. Mit dem hochmodernen Nachfolger des Linearbe-schleunigers investiert RADIO-LOG in neue Anwendungsbereiche und schonen-dere Therapien. Damit das große Gerät ausziehen kann, wurde es von einer Spezialfirma in Einzelteile zerlegt und abtransportiert. „Auch jenseits des Patien-tenbetriebes gibt es für strahlentherapeutische Einrichtungen strenge Regeln für den Umgang mit Linearbeschleunigern. Die halten wir selbstverständlich genau ein“, erklärt Wolf-Dietrich Harzer, technischer Leiter von RADIO-LOG sowie Fachmann für Medizinphysik.

Modernste Technik für neue Behandlungsmöglichkeiten

Laufen der anschließende Einbau und die Einbindung in die IT-Systeme wie geplant, geht der neue Linearbeschleuniger bereits Ende Juni in den Patientenbe-trieb. „Die neue Technologie ermöglicht eine noch präzisere und schonendere Behandlung“, erklärt Ellen Kiesling. Gleichzeitig wird auch das sogenannte Atem-Gating eingeführt. Das ist eine Behandlungsvariante, von der Frauen mit einem Tumor im Bereich der linken Brust profitieren werden und auch Patienten mit kleinen Lungen- oder Hirntumoren. Voraussetzung dafür ist der neue Beschleuni-ger, in den das medizinische Versorgungsunternehmen insgesamt rund drei Millionen Euro investiert.

Hintergrund:

Linearbeschleuniger arbeiten mit hochenergetischen Strahlen, die wichtige Helfer im Kampf gegen Krebserkrankungen sind. Etwa jeder zweite Tumorpatient wird im Lauf seiner Erkrankung bestrahlt. Für die Behandlung von Tumorpatienten wirken viele Behandler zusammen. Für Krebspatienten in Deggendorf und Umgebung arbeitet ein ganzes Netzwerk. Dazu gehört auch die Strahlentherapie Deggendorf als Teil des Onkologischen Zentrums am örtlichen Donau-Isar-Klinikum. Gemeinsames Ziel aller Strahlentherapien von RADIO-LOG in sechs Städten in Bayern ist die bestmögliche, heimat- und zeitnahe Versorgung von Krebspatienten in einer angenehmen Atmosphä-re.