Ein Jahrzehnt für Krebspatienten

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

Die Strahlentherapie von RADIO-LOG am Kreiskrankenhaus Altötting zieht Bilanz – nationaler Krebsbericht: moderne Behandlung schenkt Lebenszeit

ALTÖTTING. „Die therapeutischen Möglichkeiten bei einer Krebserkrankung sind heute um Quantensprünge besser als noch vor wenigen Jahren“, berichtet Dr. Bertram Rosskopf. Als Facharzt und Leiter der Strahlentherapie von RADIO-LOG in Altötting hat er die Entwicklung bestens im Blick, denn die Einrichtung arbeitet inzwischen ein ganzes Jahrzehnt im Dienste der Patienten aus der Region. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Landkreises hat RADIO-LOG auf dem Areal des örtlichen Krankenhauses eine beispielhafte Versorgungslösung für Menschen mit einer Krebserkrankung entwickelt. Im Dezember 2006 nahm die Strahlentherapie, die vom Bau her immer noch futuristisch anmutet, ihren Betrieb auf.

Höhere Lebenserwartung – mehr Krebserkrankungen

Heute ist die Altöttinger Strahlentherapie als Mitglied der umliegenden zertifizierten Organzentren praktisch nahtlos in die regionale Tumorversorgung integriert. Und das ist wichtig, denn die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland nimmt zu. Dies belegt der nationale Krebsbericht, den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erst vor wenigen Tagen vorgestellt hat. Die Zunahme hat zwei Gründe: das steigende Lebensalter der deutschen Bevölkerung generell und eine erhöhte Bereitschaft der Menschen, die Chancen der Früherkennung zu nutzen. Letzteres hat eine erfreuliche Entwicklung zur Folge: Die Lebenserwartung der Menschen nach der Diagnose Krebs ist deutlich gestiegen. „Ein wichtiger Faktor ist, dass sich die Therapien enorm entwickelt haben. Gerade die Radioonkologie ist rasant unterwegs“, berichtet der Facharzt für Strahlentherapie.

Fortschritt auf mehreren Ebenen nutzt Patienten

In Altötting ist man immer am Ball. Derzeit laufen die ersten Vorbereitungen für den Ersatz einer der beiden Linearbeschleuniger. Bis Mitte 2017 wird ein neues High-Tech-Gerät für schnellere Behandlungen und mit einem weiteren Gewinn an Genauigkeit zur Verfügung stehen. Dann wird vor Ort die Hochpräzisions-Therapie möglich. Das ist ein spezielles Verfahren, zu dem die Patienten in wenigen Einzelfällen bislang noch an größere Zentren überwiesen werden mussten. Bereits im vergangenen Sommer hat RADIO-LOG eine Geräteeinheit erneuert, die es ermöglicht für die Behandlung eine Strahlenquelle im Körper zu platzieren. Zudem gibt es eine ganze Reihe von weiteren Neuerungen. Ein Beispiel: Bestrahlungen bei Brustkrebs werden inzwischen oft so organisiert, dass weniger Sitzungen notwendig sind. „Das entlastet nicht nur die Patienten mental, sondern auch ihr Umfeld in organisatorischer Hinsicht. Der Behandlungserfolg bleibt gleich“, gibt Bertram Rosskopf Einblick in seine Arbeit. Aktuell beteiligt sich RADIO-LOG mit drei seiner sechs Strahlentherapie-Standorte an einer großen klinischen Studie zu diesem Thema. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Radioonkologie ihr Potential über abgesicherte Daten weitertragen kann“, informiert der geschäftsführende Gesellschafter von RADIO-LOG, Dr. Stefan Braitinger. Das alles sei aber nur möglich, weil das elfköpfige Team von RADIO-LOG in Altötting hervorragend zusammenarbeitet und durch Experten für Informatik, medizinische Physik und Management vom Unternehmensstammsitz Passau aus unterstützt wird. Gerade die Strahlentherapie ist eine Mannschaftsdisziplin. Auch wenn diese einer enormen Dynamik unterliegt, ist das Ziel ist seit zehn Jahren unverändert: den Patienten durch schonende und zielgerichtete Behandlung Lebenszeit und Lebensqualität zu schenken.

Dr. Bertram Rosskopf Altötting

Dr. Bertram Rosskopf

Bild oben: Rund 600 Krebspatienten kommen jedes Jahr in die Strahlentherapie von RADIO-LOG in Altötting. In den letzten zehn Jahren ist die Einrichtung zu einem unentbehrlichen und hochmodernen Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Region geworden.