Wir begegnen den Patienten sehr bewusst

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

RADIO-LOG investiert fünf Millionen in Umbau am Stammsitz Passau – mehr Privatsphäre, Datenschutz und Komfort für Patienten – neue MRT-Geräte vor Ort

PASSAU. Die ersten Meilensteine sind bereits geschafft: Vergangene Woche lieferte ein Spezialunternehmen mit einem fast fünf Tonnen schweren Magnetresonanz-Tomographen (MRT) das zweite Gerät dieser Art im Schießstattweg an. Dort hat RADIO-LOG seine diagnostische Einheit komplett neu konzipiert und setzt die Planungen mit einem Investitionsbudget von fünf Millionen Euro Schritt für Schritt um. Der Umbau gleicht einer Operation am offenen Herzen: Der Betrieb geht weiter, muss aber für die Umbauarbeiten hinter den Kulissen ständig neu organisiert und am Leben gehalten werden. „Wir haben uns in einem eigens eingerichteten Projektteam auf diese Herausforderung vorbereitet. Bislang klappt alles wunschgemäß“, berichtet Dr. Ulrich Krause. Er ist der ärztliche Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), das RADIO-LOG im Schießstattweg 60 mit insgesamt fünf Fachrichtungen betreibt.

Krause Ulrich Passau Radiologie

Dr. Ulrich Krause ist Facharzt für Diagnostische Radiologie, er leitet das Medizinische Versorgungszentrum von RADIO-LOG im Schießstattweg.

Fortschritt für Feinheiten nutzen

Bereits ausgetauscht sind die beiden MRT-Geräte; die Nummer zwei wird derzeit noch angeschlossen und mit der eigens konzipierten Software gefüttert. Nach der Systemeinbettung von Experten für Medizintechnik wird es auf Herz und Nieren geprüft. Diese Prüfung hat MRT Nummer eins bereits erfolgreich absolviert: Seit Mitte Juni arbeitet das Gerät mit besonders starkem Magnetfeld in der Praxis, die wichtige diagnostische Unterstützung für Ärzte in der ganzen Region leistet. „Wir haben uns bewusst für Geräte mit unterschiedlicher Ausstattung entschieden, so können wir den technischen Fortschritt am besten für die Beantwortung unterschiedlicher diagnostischer Fragen nutzen“, erklärt Ulrich Krause. Als Facharzt für Diagnostische Radiologie weiß er um die Herausforderung, täglich Patienten auf der Suche nach den Ursachen für Beschwerden zu begleiten. Diese werden in der Regel vom Hausarzt oder auch von anderen behandelnden Fachärzten wie Orthopäden, Gynäkologen und Internisten in die radiologische Praxis überwiesen.

Raum für sensible Gespräche

„Die Medizintechnik leistet viel“, bestätigt Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG und selbst am Schießstattweg tätig. Aber der Austausch mit dem Menschen, der vor ihm sitze, bleibe elementar. Er ergänzt: „Das Gespräch mit dem Patienten bietet die Grundlage für unser Tun, denn dabei ergeben sich wichtige Hinweise, wie wir diagnostisch sinnvoll vorgehen.“ Aus diesem Grund habe man sich bei der Umbauplanung für fünf zusätzliche kleine Besprechungsräume entschieden. Dort treffen sich Radiologe und Patient. Sie besprechen gemeinsam den Anlass des Besuchs, gehen die Beschwerden durch und klären dann den Rahmen der Untersuchung sowie der damit verbundenen Fragen und Risiken. Diese Aufklärungsgespräche werden immer wichtiger – nicht nur, weil die ärztliche Haftung strenger ausgelegt wird. „Im Zeitalter von Internet und Dr. Google sind die Menschen gut informiert. Sie können aber das schnell Angelesene oft nicht richtig einordnen. Das schürt Unsicherheiten, denen wir bewusst begegnen“, informiert Stefan Braitinger. Die neuen Besprechungsräume werden je etwa zehn Quadratmeter groß; Patient und Arzt trennt kein Tisch und kein Telefon stört. Auf diese Weise wird die Pri-vatsphäre aller Beteiligten geschützt, auch der Anmeldebereich wird im Laufe der nächsten Wochen unter diesem Aspekt umgebaut. „Uns ist das Gesamtpaket wichtig, denn wir wollen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich machen“, schließt Stefan Braitinger.

Wichtiger Gesundheitspartner in der Region

Insgesamt fünf Millionen Euro investiert RADIO-LOG in die konzeptionelle Neugestaltung der Praxis. Diese war vor gut 20 Jahren der Ausgangspunkt des heute rund 270 Mitarbeiter umfassenden medizinischen Versorgungsunternehmens mit aktuell zehn Standorten in Bayern. Dr. Ulrike Aichinger leitet die rund 1.500 Quadratmeter große Diagnostik im Passauer Schießstattweg. Die Praxis ist Teil eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), in dem RADIO-LOG ärztliche Leistungen von der Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde bis zur Strahlentherapie insgesamt fünf Fachrichtungen anbietet. Bei 107.000 ambulanten Patientenkontakten kommt rein statistisch jeder zweite Einwohner des Landkreises einmal pro Jahr dorthin. Von deutlich überregionaler Relevanz ist zudem das Mammografie-Screening in Niederbayern, für das RADIO-LOG gemeinsam mit einem Partner einen öffentlichen Versorgungsauftrag erfüllt.

Bild oben: Privatsphäre und Komfort für Patienten sind wichtige Aspekte bei der Neukonzeption der diagnostischen Praxis, in die RADIO-LOG derzeit fünf Millionen Euro investiert. Dabei spielen Warte- und Anmeldebereich (animiertes Bild) sowie der Raum für das persönliche Gespräch mit dem Arzt eine wichtige Rolle.