Strahlentherapie in Günzburg offiziell eingeweiht

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

High-Tech und Menschlichkeit: Patienten schätzen den ganzheitlichen Ansatz von RADIO-LOG

GÜNZBURG. „Uns war von Anfang an wichtig, den Krebspatienten in der Region eine hervorragende und vor allem eine wohnortnahe Versorgung zu bieten“, mit diesen Worten hat Dr. Stefan Braitinger, Geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG, am Freitagabend (3. Juni) rund 100 geladene Gäste in den Räumen der neuen Strahlentherapie begrüßt. Und er wusste bereits Erfreuliches zu berichten: Die neue Einrichtung wird hervorragend angenommen und ist bereits nach den ersten Betriebswochen gut ausgelastet. „Hier auf dem Gelände hat sich in den vergangenen 11 Monaten sehr viel getan“, bestätigte Dr. Volker Rehbein, Vorstand der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach. Er sieht in der neuen Strahlentherapie einen wichtigen Meilenstein für die Stärkung der Klinikstandortes. „Ich bin froh, dass wir mit RADIO-LOG einen kompetenten und erfahrenen Partner gewinnen konnten“, betonte Dr. Volker Rehbein. Gemeinsam mit Dr. Stefan Braitinger bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen des Bauprojektes beigetragen hatten, in das die Kreiskliniken und RADIO-LOG gemeinsam über neun Millionen Euro investiert haben.

Bestrahlung wird durch High-Tech verträglicher

Landrat Hubert Hafner lobte die Kooperation, denn die wohnortnahe Versorgung von Krebspatienten werde auch in der Region immer wichtiger. Menschen, die auf eine Tumorbehandlung angewiesen sind, profitieren nun von den neuesten Erkenntnissen bei Behandlungsmethoden. Das sei ein wichtiger Standortfaktor, wie auch der Zweite Bürgermeister der Stadt Günzburg, Anton Gollmitzer, in seinem Grußwort unterstrich.

Bei einer Führung durch die Behandlungsräume zeigten Dr. Stefan Braitinger und Dr. Katharina Barkhausen, Leitende Ärztin der Strahlentherapie in Günzburg, was die Qualität der Tumorbehandlung ausmacht. Die Blicke der Gäste richteten sich auf medizinische Geräte der neuesten Generation, denn RADIO-LOG ist Entwicklungspartner des weltweit führenden Herstellers Varian. Neben dem eigentlichen Bestrahlungsgerät, dem Linearbeschleuniger, gibt es beispielsweise ein spezielles computergestütztes Berechnungssystem, das eine punktgenaue Dosierung der Strahlen auf die Tumorregion ermöglicht. „High-Tech trägt wesentlich zum Behandlungserfolg bei und macht zudem die Tumortherapie für die Patienten deutlich verträglicher“, erläuterte die Standortleiterin. In Günzburg sorgen zwei spezialisierte Medizinphysiker für die optimale Berechnung der Strahlendosis und die Koordination der Systeme. Eine eigene Abteilung für medizinische Informatik in Passau kümmert sich zudem über eine spezielle Datenleitung um die Steuerung der Programme und um deren regelmäßige Aktualisierung. Die Experten am Hauptsitz von RADIO-LOG unterstützen auf diese Weise alle sechs Strahlentherapien sowie weitere 15 Praxen für Diagnostik, Allgemein- sowie Kinder- und Jugendmedizin an insgesamt elf Standorten des medizinischen Dienstleistungsunternehmens in Bayern.

Ärztliche Leistung und Atmosphäre runden Konzept ab

Für Dr. Stefan Braitinger ist die Medizintechnik allein jedoch kein Erfolgsgarant: „Wir legen großen Wert darauf, dass Abläufe, Know-how und die menschliche Komponente optimal zusammenspielen. Erst dann nutzen die modernen High-Tech-Geräte den Patienten in vollem Umfang.“ Auch die räumliche Gestaltung, Farb- und Formgebung sind Elemente, die die Philosophie von RADIO-LOG in Günzburg widerspiegeln. So strahlt ein kräftiges Rot Optimismus aus und eine offene Bauweise ermöglicht, dass sich die Patienten der Strahlentherapie untereinander austauschen können. „Das Gespräch mit Menschen in einer vergleichbaren Lebenssituation hat positive Auswirkungen auf die Psyche und den Genesungsprozess“, berichtete Dr. Katharina Barkhausen über ihre Erfahrungen. Denn auch diese Aspekte gehören zum ganzheitlichen Ansatz von RADIO-LOG.

Bild oben: Durchtrennten gemeinsam das rote Band am Eingang: (v.l.n.r.) Landrat Hubert Hafner, Günzburgs Bürgermeister Anton Gollmitzer, Dr. Katharina Barkhausen, Ärztliche Leiterin der Strahlentherapie, Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG, Architekt Pius Scherr und Dr. Volker Rehbein, Vorstand der Kreiskliniken.