Jetzt an Zeckenschutz denken

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Die Allgemeinärzte von RADIO-LOG raten zur FSME-Impfung – Vorsorge durch umsichtiges Verhalten ist möglich

PASSAU/NEU-ULM. Die schönste Zeit im Jahr beginnt bereits im Mai: Zu Pfingsten starten viele Familien aus Bayern und Baden-Württemberg in die Ferien oder genießen zu Hause den Frühsommer in der Natur. Doch besonders in Süddeutschland gibt es eines zu bedenken: Ixodida, auch schlicht Zecke oder Holzbock genannt, lauert auf Gräsern und in Büschen auf der Suche nach einem Wirt. „Die Parasiten sind auch in unserer Region auf dem Vormarsch – selbst im städtischen Grün“, wissen Dr. Cornelia Werner, Hausärztin bei RADIO-LOG im Neu-Ulmer Stadtteil Wiley und Gion, Hausarzt bei RADIO-LOG in Passau. Doch nicht der Zeckenbiss an sich ist das Problem: Da die millimeterkleinen Milbentierchen mitunter selbst mit Viren und Bakterien infiziert sind, können sie beim Blutsaugen gefährliche Krankheiten übertragen.

Impfung ist Kassenleistung

Besonders bekannt ist die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME), eine Hirnhautentzündung, die auch neurologische Komplikationen nach sich ziehen kann. „Hier gibt es eine gut verträgliche Impfung, die ich den Menschen hier in der Region sehr ans Herz legen möchte“, betont die Ärzte. Die FSME-Impfung ist eine Leistung, die alle Krankenkassen finanzieren. Sie ist bereits für Kinder ab sechs Jahren zugelassen und schützt nach einer Grundimmunisierung drei bis fünf Jahre vor den Gefahren einer Infektion. Die zweite sehr bekannte Erkrankung, die häufig mit Zeckenbissen in Verbindung gebracht wird, ist Borreliose. Das Tückische: Es kann Monate dauern, bis sichtbare Symptome auftreten. Das Krankheitsbild verläuft in mehreren Stadien, beginnt mit Hautveränderungen, der sogenannten Wanderröte, die sich von der Bissstelle aus langsam ausbreitet. Später kommen entzündlichen Prozesse an den Gelenken und Schädigungen des Nervensystems hinzu. Eine Impfung gegen diese bakterielle Erkrankung gibt es nicht.

Die Abwehr zählt

„Der einzige wirksame Schutz ist das Vorbeugen durch Zeckenabwehr“, bedauert die Ärzte. Sie gibt deshalb folgende Tipps:

  • Tragen Sie geschlossene Schuhe sowie lange Hosen und Oberteile beim Spaziergang – besonders, wenn dieser abseits von befestigten Wegen stattfindet. Wer helle Kleidung trägt, erkennt leichter, wenn eine Zecke gelandet ist.
  • Suchen Sie sich, Ihren Partner und besonders Kinder systematisch ab, wenn Sie in der Natur unterwegs oder lange im Garten waren. Die kleinen Parasiten krabbeln noch eine ganze Weile nach ihrer Landung auf dem Wirt, bis sie zubeißen. Besonders beliebt sind Kniekehlen, der Haaransatz und alle Hautfalten im Bereich der Unterwäsche.
  • Der Handel bietet verschiedene abweisende Mittel an, die auf die unbekleideten Hautpartien dünn aufgetragen werden und etwa vier Stunden Sicherheit bieten. Diese sogenannten Repellentien enthalten chemische Abwehrstoffe, die allerdings teilweise nur eingeschränkt für Kinder geeignet sind. Hier ist der Blick auf die Gebrauchsanweisung sehr wichtig.
  • Auch ätherische Öle aus Zitronella, Eukalyptus oder Teebaum werden mitunter zur Insekten- und Zeckenabwehr eingesetzt. Hier ist aber die Wirkung nicht immer zuverlässig und auf ein bis zwei Stunden beschränkt.

Was tun beim Zeckenbiss?

Hat sich doch eine Zecke am Körper festgebissen, raten die Ärzte zunächst dazu Ruhe zu bewahren und vor allem: „Niemals Hausmittel wie Öl oder Klebstoff auf den Zeckenkopf geben und nicht mit der Hand drehen oder quetschen. Beides regt das Tier dazu an, viel Speichel in die Bisswunde zu geben.“ In jede Hausapotheke oder das Erste-Hilfe-Päckchen gehört aus ihrer Sicht eine Zeckenpinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich auch die winzigen Exemplare zuverlässig entfernen und man minimiert dabei das Risiko, dass Teile des Beißwerkzeugs in der Wunde verbleiben. Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Infektionswahrscheinlichkeit.

„Nach dem Beseitigen der Zecke ist es wichtig, die Stelle gründlich zu desinfizieren, um Entzündungen zu vermeiden“, halten die Ärtzte fest. Ist doch ein Teil der Zecke in der Wunde zurück geblieben oder kommt es zu entzündlichen Reaktionen oder sonstigem Unwohlsein rät sie zum Arztbesuch. Da auch deutlich verzögert Redaktionen auftreten können, sollte man die Bissstelle zwei bis drei Monate beobachten. Entwickelt sich doch noch eine Rötung, ist der rasche Gang zum Arzt sinnvoll.

Impfpass mitbringen

Wer nach einem Zeckenbiss den Arzt aufsucht, sollte gleich den Impfpass mitbringen. „Dann kontrolliere ich immer gerne auch die anderen Schutzimpfungen, die bei gesunden Erwachsenen schon mal aus dem Blick geraten“, machen die Mediziner aufmerksam. Den Hausärzten von RADIO-LOG ist diese Art der Vorsorge besonders wichtig, deshalb nutzen sie in ihren Praxen ein spezielles EDV-Programm, in dem alle Impfdaten erfasst werden. „Bei RADIO-LOG ist präventives Handeln selbstverständlich. Wer zu uns kommt, den erinnern wir immer rechtzeitig an wichtige Impfungen“, betonen sie. Weiterführende Informationen zum Thema Impfen für verschiedene Alters- und Risikogruppen gibt es unter anderem auf folgenden Webseiten:
www.impfen-info.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
www.rki.de/Infektionsschutz/Impfen (Robert-Koch-Institut)

Allgemeinärztin Dr. Claudia Fassender
Allgemeinärztin Dr. Claudia Fassender
Allgemeinarzt Dr. Wolfgang Gion
Allgemeinarzt Dr. Wolfgang Gion
Allgemeinärztin Dr. Cornelia Werner
Allgemeinärztin Dr. Cornelia Werner

Die Allgemeinärzte setzt sich nicht nur für ihre Erkrankte ein, sondern berät auch bei der Gesundheitsvorsorge. Bei Zeckenbissen empfiehlt sie mutig zu handeln und den Parasit mit einer speziellen Zeckenzange zu entfernen, die in keiner Hausapotheke fehlen sollte.