Investition in Versorgungsqualität der Zukunft

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

Über fünf Millionen Euro investiert das medizinische Versorgungsunternehmen RADIO-LOG in den kommenden Monaten an seinem Stammsitz im Schießstattweg 60.

PASSAU. Komplett erneuert wird die Radiologie, die als diagnostische Einheit in den vergangenen 15 Jahren eine wichtige Bedeutung für Ärzte, Kliniken und Patienten aus dem gesamten Landkreis erlangt hat. Mit der Erweiterung des am Standort angesiedelten Rechenzentrums baut RADIO-LOG unterstützende Leistungen für alle 21 medizinischen Einrichtungen aus, die das Unternehmen bayernweit betreibt.

Ob Verdacht auf gebrochenes Bein oder auf eine schwere Organerkrankung – die diagnostische Einheit des Medizinischen Versorgungzentrums (MVZ) im Schießstattweg 60 zählt jedes Jahr rund 50.000 Untersuchungen. „Wir sind der Diagnostikpartner für viele Ärzte in der Region und haben einen klaren Auftrag für die Akutversorgung der Menschen im Landkreis“, berichtet Dr. Stefan Braitinger. Er ist geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG, dem Unternehmen, zu dem das MVZ Schießstattweg gehört. In den nächsten Monaten wird die insgesamt 1.500 Quadratmeter große Praxis erneuert und mit neuester Medizintechnik ausgestattet. Ein ausgefeiltes Einsatzkonzept wird während der Umbau-phase den Betrieb im Schichtsystem sicherstellen, erklärt Stefan Braitinger: „Es ist eine Herausforderung, auf die wir uns bestens vorbereitet haben. Lohn dafür werden künftig eine höhere Versorgungsqualität und eine verbesserte Intimsphäre für Patienten sein.“

Rechenzentrum für zentrale Dienste

Über fünf Millionen Euro investiert RADIO-LOG für die Maßnahmen in der Radiologie am Schießstattweg, die als Ursprung des heute 270 Mitarbeiter zählenden Unternehmens gilt. In dem Volumen enthalten ist die Erweiterung des Rechenzentrums, das von Passau aus weitere acht Standorte von RADIO-LOG in ganz Bayern unterstützt. „Ein medizinischer Betrieb mit hoch technisierten Leistungen wie die Radiologie und die Strahlentherapie ist ohne eine IT-gestützte Organisation nicht denkbar“, führt Stefan Braitinger aus. Denn nicht nur Organisation und Abrechnung vollzieht sich heute wesentlich über elektronische Daten-übermittlung – auch alle Befundbilder, vom Röntgenbild bis zu Aufnahmen des Computer-Tomographen, werden heute in Form von digitalen Datensätzen erstellt, am Bildschirm begutachtet, übermittelt und schließlich dreifach archiviert. Dies erfordert entsprechend Rechnerkapazitäten sowie Vorkehrungen für Datensicherheit und Betriebssicherheit. „Über das Rechenzentrum von RADIO-LOG in Passau sichern wir sieben Tage die Woche rund um die Uhr die diagnostische Bereitschaft aller Standorte der Landkreiskliniken Passau – über Datenleitung und teleradiologische Leistungen“, nennt Stefan Braitinger, selbst Facharzt für Diagnostik, als Beispiel. Im Zuge der Baumaßnahmen im Schießstattweg wird das Rechenzentrum neu gebaut, auf den höchsten Sicherheitsstandard gebracht und die Kapazitäten aufgestockt. Denn neue Anforderungen warten bereits: In der ersten Aprilwoche nimmt RADIO-LOG den elften Standort, die neue Strahlentherapie am Landkreisklinikum Günzburg, in Betrieb.

Begonnen hat die Geschichte von RADIO-LOG bereits 1991: Damals startete Stefan Braitinger mit Kollegen in einer radiologischen Gemeinschafts-Praxis. Aus den Kollegen wurden Weggefährten und Gesellschafter, es kamen weitere hinzu. Heute beherbergt das Gebäude Schießstattweg 60, das seit 2004 einer Objektgesellschaft gehört, ein Facharztzentrum mit 13 unterschiedlichen Fachrichtungen und einem Operationszentrum. Größter Mieter: Das medizinische Versorgungszentrum (MVZ), in dem RADIO-LOG ärztliche Leistungen von der Kinder- und Jugendmedizin bis zur Strahlentherapie in fünf Fachrichtungen anbietet. Bei 107.000 ambulanten Patientenkontakten kommt rein statistisch jeder zweite Einwohner des Landkreises einmal pro Jahr dorthin. Von deutlich überregionaler Relevanz ist zudem das Mammografie-Screening in Niederbayern, für das RADIO-LOG gemeinsam mit einem Partner einen öffentlichen Versorgungsauftrag erfüllt.

Herr Dr. Stefan Braitinger, Geschäftsführer RADIO-LOG

Herr Dr. Stefan Braitinger, Geschäftsführer RADIO-LOG

Ein Jahr Umbauarbeiten

Der Umbau im Erdgeschoss startet noch im März. Ein Jahr später, im April 2017, soll die Kompletterneuerung abgeschlossen sein. Diese umfasst neben dem schrittweisen Aus-tausch der Medizintechnik auch die Neugestaltung der Diagnostik: Neue Wartebereiche und eine separate Anmeldung gewährleisten künftig ein höheres Niveau an Diskretion; eine veränderte Raumaufteilung verkürzt die Wege für Mitarbeiter und Patienten; neues Beleuchtungskonzept und Innengestaltung optimieren die Aufenthaltsqualität. Zusätzlich werden die Befundungs- und Besprechungsräume geschlossen gestaltet, um die Privat-sphäre besser zu schützen. „Uns ist das Gesamtpaket wichtig, denn wir wollen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich machen“, schließt Stefan Braitinger. Deshalb investiere RADIO-LOG nicht nur in High-Tech und moderne Systeme, sondern auch in die Aufenthaltsqualität vor Ort.

Daten und Fakten (PDF; März 2016)