Strahlentherapie Deggendorf unter neuer Regie

RADIO-LOG Standorte und Fachrichtungen

RADIO-LOG hat die Praxis übernommen und Kapazitäten ausgebaut – neue Leitung und bekannte Gesichter arbeiten Hand in Hand für Krebspatienten

DEGGENDORF. Die Strahlentherapie am Donau-Isar-Klinikum in Deggendorf hat einen neuen Betreiber: RADIO-LOG, medizinische Versorgungsunternehmen mit Sitz in Passau, hat die Praxis übernommen und die Kapazitäten ausgebaut. Seit gestern (1. Februar) können dort nun täglich bis zu 70 Patienten behandelt werden. Denn am vergangenen Wochenende rüstete das Unternehmen das Bestrahlungsgerät mit neuer Soft- und Hardware aus, die über 350.000 Euro gekostet hat. „Durch diesen Schritt sind wir auf dem modernsten Stand der Medizintechnik und die Patienten profitieren von kürzeren Liegezeiten bei der Bestrahlung“, informiert Dr. Ellen Kiesling. Die erfahrene Fachärztin für Strahlentherapie ist neue Standortleiterin bei RADIO-LOG in Deggendorf. In den vergangenen Monaten hat sie den Übergang der Praxis organisiert. Gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. Michael Klug und Willy Renner, die bisher als niedergelassene Ärzte in der Strahlentherapie arbeiteten, ist sie auch künftig für die Patienten in der Region da. Die Nachfrage nach Bestrahlungsleistungen ist groß, Schwerpunkt ist die Krebstherapie. Deshalb arbeitet das Deggendorfer fünfzehnköpfige Team auch im Zweischichtsystem.

Zukunftsweisende Lösung für alle Beteiligten

„Wir haben die Strahlentherapie Deggendorf in unser zentrales System eingebunden“, berichtet Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG. Das ärztlich geführte Unternehmen betreibt an fünf weiteren Standorten in Bayern Strahlentherapien, die sechste wird im April an den Start gehen. Er fügt an: „Damit haben wir die Betriebssicherheit und die Effizienz weiter gesteigert.“ Spezifisches Know-how und bestimmte Leistungen werden zentral von Passau aus organisiert – von Updates der hochkomplizierten Bestrahlungsgeräte bis hin zu den Abrechnungen mit den Krankenkassen. Dadurch können sich Ärzte und Mitarbeiter ganz den Patienten widmen. Dieser Lösung waren Vertragsverhandlungen mit dem Klinikum Passau vorausgegangen, das bislang Eigentümer der Einrichtung war. RADIO-LOG hat das Inventar einschließlich der medizinischen Geräte zum 1. Januar 2016 gekauft, das Gebäude ist gemietet. Die bisherigen Strahlentherapeuten und der Mitarbeiterstamm stehen nun in Diensten von RADIO-LOG, das sichert die Kontinuität. „Inzwischen haben wir die Abläufe neu organisiert. Das gesamte Team hat sich bereits im Übergang gut zusammengefunden“, lobt Dr. Ellen Kiesling.

Enger Schulterschluss für Patienten

Die Strahlentherapie grenzt mit einem eigenständigen Gebäude direkt an das Deggendorfer Klinikum. Durch eine Verbindungstür können auch bettlägerige Patienten einfach zur Bestrahlung gebracht werden. Gebaut im Jahr 2007, wartet die Praxis mit viel Licht, großzügiger Raumaufteilung und einem Aufenthaltsbereich mit Blick auf einen kleinen japanischen Garten auf. „Das Ambiente ist wichtig, denn Krebspatienten verbringen viel Zeit bei uns. Diese wollen wir so angenehm wie möglich für sie gestalten“, erklärt Dr. Ellen Kiesling. Mit einem eigenen Planungs-CT und dem Angebot der Brachytherapie für spezielle Tumorbestrahlungen, vorwiegend im gynäkologischen Bereich, hat RADIO-LOG in Deggendorf ein Alleinstellungsmerkmal. Jedes Jahr kommen rund 1.200 Patienten zur Behandlung in die Strahlentherapie. Eine enge Kooperation mit den Fachzentren für Brust-, Darm- und Prostatakarzinome am Donau-Isar-Klinikum macht dies möglich. „Die Zusammenarbeit ist spitze. Der Schulterschluss mit Onkologen, Chirurgen, Gynäkologen, Neurochirurgen, Radiologen und Pathologen sichert die Behandlungsqualität auf höchstem Niveau“, hält Dr. Ellen Kiesling fest. Sie und ihre Kollegen nehmen mehrfach pro Woche an interdisziplinären Tumorkonferenzen teil. Dort treffen sich Ärzte verschiedener Fachdisziplinen und erarbeiten individuelle Therapiekonzepte für jeden einzelnen Patienten.

Strahlentherapie am Donau-Isar-Klinikum in Deggendorf RADIO-LOG

Eine angenehme Atmosphäre ist RADIO-LOG wichtig. Denn Tumorpatienten verbringen während der Bestrahlungsintervalle viel Zeit in der Praxis.

Hilfe auch für Schmerzpatienten

Trotz Zweischichtbetrieb bis in die Abendstunden hinein können Nachfragen nach Bestrahlungen gutartiger Erkrankungen in Deggendorf nur selten erfüllt werden, denn Tumorpatienten haben Vorrang. Patienten mit chronischen Gelenk- oder Weichteilerkrankungen profitieren deshalb von der neuen Vernetzung der RADIO-LOG-Strahlentherapien: An seinem Standort in Passau am Schießstattweg betreibt das medizinische Versorgungsunternehmen zwei Bestrahlungsgeräte. Hier können Patienten mit Überweisung zur analgetischen Bestrahlung bei gutartigen Erkrankungen, wie Arthrose bedingte Gelenkbeschwerden oder Fersensporn, zügig einer Strahlentherapie zugeführt werden. „Diese dauert in der Regel zwei Wochen und führt meist zur deutlichen Linderung der Beschwerden oder gar zur kompletten Schmerfreiheit“, schließt die Strahlentherapeutin.

Hintergrund:

Die Strahlentherapie Deggendorf befindet sich seit 1.1.2015 unter der Regie von RADIO-LOG. Die Lage direkt am Donau-Isar-Klinikum, freundliche und fachlich qualifizierte Mitarbeiter, hochmoderne Medizintechnik und ein einladendes Ambiente sowie kurze Wartezeiten zeichnen die Praxis aus. RADIO-LOG gehört zu den Spezialisten auf dem Gebiet der Strahlentherapie und hat für seine Standorte ein ausgefeiltes Managementsystem entwickelt: Für insgesamt sechs Strahlentherapien (ab April 2016) mit insgesamt zehn Linearbeschleunigern stellt das medizinische Versorgungsunternehmen zentrale Dienstleistungen zur Verfügung. Durch die Vernetzung der Medizintechnik können auch bei einem Geräteausfall wichtige Therapien aufrechterhalten werden. Menschliche Zuwendung und eine angenehme Atmosphäre gehören zur Philosophie von RADIO-LOG. Beides wissen Patienten zu schätzen – sie nehmen Anfahrtswege von bis zu 60 Kilometern auf sich.

Bild oben: Neue Leiterin der Strahlentherapie in Deggendorf ist Dr. Ellen Kiesling, Fachärztin für Strahlentherapie.