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Bei Kopfschmerzen spielt die richtige Diagnose eine wesentliche Rolle, denn oft handelt es sich um eine Migräne anstatt eines Spannungskopfschmerzes.

Migräne

Die Migräne ist ein attackenartiger Kopfschmerz, der zwischen 4 und 72 Stunden dauern kann. Dieser Schmerz hat einen stechend, häufig pulsierenden Charakter und geht mit vegetativen Symptomen wie Übelkeit, aber auch Licht und Lärmempfindlichkeit einher.

Bei den meisten Kopfschmerzarten entsteht der Schmerz häufig im Nacken und breitet sich temporal oder frontal aus. Besteht beispielsweise zwischen dem 1. und 3. Halswirbel ein pathologischer Befund, kann dies auch ein Auslöser einer Migräne sein (Muskelverspannung der Nackenmuskulatur).

Weitere Symptome der Migräne sind unter anderem kognitive Störungen (zum Beispiel Vergesslichkeit), Müdigkeit, Sehstörungen (zum Beispiel Schleiersehen), Wassereinlagerung und Stimmungsschwankungen.

MUDr. Petra Hudecová Fachärztin für Neurologie, Straubing

MUDr. Petra Hudecová
Fachärztin für Neurologie
(Ärztin in Anstellung)

Chronische Migräne

Eine Migräne gilt dann als chronisch, wenn die Kopfschmerzen seit mindestens 3 Monaten, an mindestens 15 Tagen im Monat auftreten und an mindesten 8 Tagen die Migräne-Kriterien erfüllen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind eine ineffektive und zu häufige Akutbehandlung (an mehr als 10 Tagen pro Monat), sowie ein erhöhtes Körpergewicht.

Schönes Leben auch mit Migräne: Mögliche Therapeutische Ansätze*

Patienten mit hochfrequenter Migräne, also noch episodisch (regelmäßig) aber noch nicht chronisch, sollten komplementär eine nicht medikamentöse Therapie erhalten: Hierbei kann es sich beispielsweise um ein kognitiv – behaviorales Schmerzbewältigungstraining  (Stress Management)  und Verhaltenstherapie handeln. Auch aerobe Ausdauersportarten (Schwimmen, Fahrradfahren) oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson (erlernbar in Volkshochschulen und mittels YouTube) können die Beschwerden lindern. Schließlich empfiehlt sich auch eine Biofeedback-Therapie und die Behandlung mittels Akupunktur.

*Diese Informationen stellen lediglich eine Empfehlung dar. In jedem Fall sollten Betroffene immer erst einen Arzt um Rat fragen. Bei unkomplizierten Kopfschmerzerkrankungen kann in der Regel bereits der Hausarzt weiterhelfen. Experte für Kopfschmerzen ist hingegen der Neurologe.

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