Erster Termin: Was passiert bei der Bestrahlungseinstellung?
Nach eingehender körperlicher Untersuchung und nach Spezialuntersuchungen (z.B. Röntgenuntersuchungen inklusive Computertomographie, Ultraschall und Knochenszintigraphie) legt der Arzt entsprechend der Erkrankung zunächst das Zielgebiet fest, das bestrahlt werden soll.
Mit einem speziell ausgerüsteten Computertomograph wird denn ein sog. Planungs-CT durchgeführt. Hier wird auch die für die Bestrahlung erforderliche Lagerung bestimmt und mit Hilfsmitteln (Keile, Kissen, Masken) fixiert. Auch werden mittels Filzschreiber und Klebemarkierungen Referenzpunkte zur Bestrahlungsplanung auf Ihnen markiert. Diese Markierungen dürfen auf keinen Fall entfernt werden, denn sie gewährleisten, dass jedes Mal exakt an der selben Stelle bestrahlt wird. Durch diese CT steht dem Arzt und Physiker nun ein dreidimensionales Modell Ihres Körpers im Computer zur Verfügung. Hier legt der Arzt das Zielvolumen, aber auch die Grenze der zu schonenden Organe fest und der Pysiker berechnet den Bestrahlungsplan.
Was passiert bis zur 1. Bestrahlung?
Für die erste Bestrahlung erhalten Sie dann einen gesonderten Termin. Die Gesamtbestrahlungsmenge (Dosis) im Zielgebiet, die Tagesmenge, die dafür erforderliche Bestrahlungszeit sowie die Anzahl der Bestrahlungstage werden durch den Arzt und den Physiker festgelegt, denn eine erfolgreiche und schonende Behandlung erfordert eine exakte Planung. Dazu kann ein Zeitaufwand bis zu mehreren Tagen erforderlich sein, der Ihrer Sicherheit zugute kommt.
Wie geht die Bestrahlung vor sich?
Von unseren Mitarbeitern werden Sie so auf einem Bestrahlungstisch gelagert, wie es für die Bestrahlung am günstigsten ist. Dies ist nicht immer auch die bequemste Lagerung, bleiben Sie bitte dennoch während der Bestrahlung ruhig in der angeordneten Stellung liegen. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten. Während der Bestrahlung können wir Sie über eine Kamera und eine Wechselsprechanlage sehen und hören.
Was bewirkt die Strahlentherapie in Ihrem Körper?
Die Strahlen, die in den Körper eindringen, können Zellen zerstören oder zumindest das Wachstum hemmen. Gesunde Zellen erholen sich normalerweise wieder, Tumorzellen können – je nach der Art des Tumors– ganz oder teilweise zerstört werden. Da in einem Bestrahlungsgebiet normale, gesunde und kranke Zellen nebeneinander liegen, werden beide von den Strahlen getroffen. Nebenwirkungen lassen sich deshalb nicht immer vermeiden. Art und Stärke der Nebenwirkungen hängen von der bestrahlten Körperregion ab. Daneben gibt es aber noch bei gleichen Bestrahlungen erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Patienten, so dass die Nebenwirkungen nicht immer exakt vorausgesagt werden können.