Ärzte sammeln für Kinder krebskranker Eltern

Ärzte sammeln für Kinder krebskranker Eltern
Kindern helfen, deren Eltern an Krebs erkrankt sind. Das ist das Ziel einer Spendenaktion, die die Ärzte des Niederbayerischen Mammographie-Screenings angestoßen haben. Den ganzen Oktober hindurch bitten rosa Sparschweinchen mit Schleife in den Praxen um Unterstützung der Aktion.

„Sie haben Krebs“. Dieser Satz erschüttert jedes Jahr 430.000 Menschen in Deutschland. Für die Betroffenen stellt eine Krebserkrankung eine schwere Lebenskrise dar, doch auch für ihr Umfeld beginnt eine schwierige Zeit. Besonders schwer haben es in dieser Situation Familien, in denen Kinder leben. „Für die Kinder gerät eine Welt ins Wanken, in der der erkrankte Elternteil ein zentraler Punkt ist. Hier wollen wir gezielt helfen“, erklärt Dr. Ulrike Aichinger von RADIO-LOG Passau. Sie und ihre Kollegin Dr. Margarete Murauer von der Radiologengemeinschaft Deggendorf setzen in Niederbayern das Mammographie-Screening um, das sind flächendeckende Vorsorgeuntersuchungen auf Brustkrebs. „Als Ärzte können wir den Patienten helfen, ihnen Hoffnung und Zuversicht spenden. Wir fühlen uns aber auch für die Kinder der erkrankten Eltern verantwortlich“, ergänzt Dr. Margarete Murauer. Die Ärztinnen und Dr. Stefan Braitinger von RADIO-LOG haben deshalb zusammen mit Kollegen aus den Mammographie-Screening-Regionen Oberbayern, Oberpfalz und Mittelfranken-Stadt eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die den ganzen Oktober andauert. Die Schirmherrschaft der Aktion hat der bayerische Gesundheitsminister Dr. Markus Söder übernommen.

An 83 Stellen, nämlich in radiologischen Praxen und in den mobilen Einheiten des Mammographie-Screenings in Niederbayern sowie bei kooperierenden Einrichtungen, können Patienten für die Kinder krebskranker Eltern spenden. Das Geld kommt ausgesuchten Projekten der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. zugute, die den Umgang mit der Erkrankung eines Elternteils erleichtern sollen. An Erlebniswochenenden oder in regelmäßigen Treffen werden die Kinder von geschulten Mitarbeitern betreut und informiert. „Es ist wichtig, die Kinder nicht allein zu lassen. Die Eltern sind oft selbst so sehr mit der Erkrankung und den eigenen Gefühlen beschäftigt, dass es schwer fällt den Kindern die richtigen Erklärungen zu geben und offen über deren Ängste zu sprechen“, sagt Dr. Stefan Braitinger. Mehr Informationen zu der Aktion und den geförderten Projekten sind in einer Broschüre aufbereitet, die in allen teilnehmenden Praxen ausliegt.

Wer die Spendenaktion unterstützen möchte, aber in keiner Praxis vorbei kommt, kann seine Spende an dieses Konto überweisen:
Bayerische Krebsgesellschaft GmbH
Stichwort: Krebskranke Eltern | Spendenkonto Nr. 780 17 00 | Bank für Sozialwirtschaft | BLZ 700 205 00