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„Kinder krebskranker Eltern brauchen auch Hilfe“
Viel Zuspruch fand eine Spendenaktion, die die Ärzte des Mammographie-Screenings im vergangenen Oktober ins Leben gerufen hatten. Einen Scheck in Höhe von 9.200 Euro überreichten (v.l.n.r) Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber und Dr. Ulrike Aichinger an Professor Günter Schlimok, Präsident der der Bayerischen Krebsgesellschaft.
Ärzte des Mammographie-Screenings sammeln über 9.200 Euro für die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. – Gesundheitsminister Dr. Huber Schirmherr der Aktion
„Sie haben Krebs“: Diese drei Worte verändern das Leben in einer Familie schlagartig. Das wissen auch die Ärzte, die das Mammographie-Screening in den verschiedenen Regionen Bayerns organisieren und durchführen. Um den Familien zu helfen, haben sie im Herbst eine Spendenaktion für Kinder krebskranker Eltern initiiert. Heute (9. Januar) ist eine Delegation der programmverantwortlichen Ärzte nach München gekommen, um im Beisein von Dr. Marcel Huber, Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, einen Scheck in Höhe von 9.200 Euro an die Bayerische Krebsgesellschaft zu überreichen.
„Die Diagnose Krebs ist ein schwerer Schicksalsschlag. Der Patient selbst, aber auch die Familie braucht in dieser schweren Zeit besondere Unterstützung“, betonte Gesundheitsminister Huber und lobte das Engagement der Ärzte. Er habe deshalb gerne die Schirmherrschaft der Aktion übernommen. „Je früher Krebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen", sagte Huber. Rechtzeitig entdeckt, können etwa 50 Prozent aller Krebserkrankungen geheilt werden. Bayern hat deshalb die Bayerische Krebsstrategie initiiert. Sie basiert auf vier Säulen: Prävention und Früherkennung, Forschung, Behandlung und Betreuung sowie Beratung. Insbesondere die Krebsfrüherkennung soll besser genutzt und weiter ausgebaut werden. Beim Mammographie-Screening für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren sind in Bayern seit der Einführung 2005/2006 bereits über eine dreiviertel Million Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt worden. Dabei sind auch Karzinome in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden, die noch nicht tastbar waren.
„Für Kinder gerät die Welt ins Wanken, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt. Ihnen wollen wir gezielt helfen“, erklärte Dr. Ulrike Aichinger. Die Ärztin sprach stellvertretend für die Kollegen, die in den Regionen Franken (Stadt), Oberbayern Ost, der Oberpfalz und Niederbayern für die flächendeckenden Früherkennungsuntersuchungen auf Brustkrebs verantwortlich sind. „Je früher man Krebs oder eine seiner Vorstufen entdeckt, desto größer sind die Aussichten auf eine vollständige Heilung“, informierte Dr. Ulrike Aichinger. „Das Screening ist eine große Chance – für die Frau und ihre Familie. Das muss man immer in der Gesamtheit sehen“, meinte sie weiter. Tatsache ist, dass jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt.
Scheckübergabe mit Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber (v.l.n.r) Dr. Marcel Huber, Dr. Ulrike Aichinger, Prof. Günter Schlimok, Dr. Margarete Murauer, Dr. Stefan Braitinger, Dr. Maliik Englmaier, Markus Besseler, Gabriele Brückner
Regionale Projekte profitieren Das
Geld aus der Sammelaktion des Mammographie-Screenings kommt
ausgesuchten Projekten der Bayerischen Krebsgesellschaft zugute, die
Kindern den Umgang mit der Erkrankung eines Elternteils erleichtern
sollen. „Es ist wichtig, die Kinder zu begleiten. Die Eltern sind oft
selbst so sehr mit der Erkrankung und den eigenen Gefühlen beschäftigt,
dass es ihnen schwer fällt, den Kindern die richtigen Erklärungen zu
geben und offen über deren Ängste zu sprechen“, dankte Professor
Günter Schlimok, Präsident der der Bayerischen Krebsgesellschaft, den
Initiatoren. Um hier Unterstützung zu leisten, hat die
Krebsgesellschaft spezielle Programme für Kinder unterschiedlicher
Altersstufen entwickelt. Dazu gehören Erlebniswochenenden und
regelmäßige Treffen, in denen die Kinder von geschulten Mitarbeitern
betreut und informiert werden.
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