Wozu dient die Szintigraphie?

Mit Hilfe der Szintigraphie können unterschiedliche Erkrankungen von Organen des Körpers diagnostiziert werden. Zu den häufigsten Untersuchungen zählen die Szintigraphie der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse, der Lunge, des Gehirns, des Skelettsystems, des Herzen und der Nieren.
Folgende Fragestellungen können u. a. beantwortet werden (eine kleine Auswahl):
  • Schilddrüse: Ursache einer Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse. Schilddrüse Knotenabklärung („heiß“ oder „kalt“). Dabei können heiße Knoten (Autonome Adenome) Ursache einer Überfunktion sein. Hinter kalten Knoten können sich harmlose Veränderungen der Schilddrüse, z.B. Zysten verbergen oder gelegentlich auch bösartige Veränderungen der Schilddrüse.

  • Skelett: Die Skelettszintigraphie dient dem Nachweis bzw. Ausschluss von Metastasen des Skeletts, Tumoren des Knochens, Entzündungen am Knochen oder den Gelenken sowie unerkannten Brüchen. Die Skelettszintigraphie wird durchgeführt bei Verdacht auf Lockerungen von Prothesen z. B. Kniegelenk- oder Hüfte-Endoprothese, sowie bei unklaren Knochen- und Gelenksschmerzen.

  • Lunge: Untersuchung der Lungendurchblutung (Perfusions-Szintigraphie) und der Lungenbelüftung (Ventilations-Szintigraphie). Beide Untersuchungen werden durchgeführt bei Verdacht bzw. Ausschluss einer Lungenembolie.

  • Herz: Untersuchung der Herzdurchblutung beim Verdacht auf Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK, Herzinfarkt) oder zur Therapiekontrolle nach einer Bypass-Operation oder nach Herzkranzgefäßerweiterung (PTCA).

  • Niere: Untersuchung der Nierenfunktion (seitengetrennte Clearance) oder zum Nachweis bzw. Ausschluss einer Verengung der Nierenarterie (Nierenarterienstenose) als Ursache eines Bluthochdrucks.