Wie funktioniert die Szintigraphie?
Nach
der Verabreichung eines radioaktiven Stoffes, in der Regel in eine
Vene, reichert sich dieser im zu untersuchenden Organ oder Gewebe an.
Die Aktivitätsverteilung, in diesen Geweben oder Organen kann sichtbar
gemacht werden. Dadurch lassen sich krankhafte Veränderungen darstellen
oder ausschließen. Die Darstellung erfolgt an einer Gamma-Kamera. Je
nach Art der Untersuchung kann auch die Funktion einzelner Organe
beurteilt werden.

Unterschiedliche Wartezeiten
Nach Injektion der radioaktiven Substanz muss diese sich im zu
untersuchenden Organ anreichern. Für die einzelnen
Untersuchungen/Organe werden verschiedene radioaktive Substanzen
verwendet. Aus diesem Grund ist der Ablauf der einzelnen Untersuchungen
unterschiedlich. Die jeweiligen Untersuchungsabläufe führen zu
unterschiedlichen Warte- und Untersuchungszeiten. So beträgt die Zeit
zwischen Injektion und Szintigraphie bei der Untersuchung der
Schilddrüse 20 Minuten, bei Untersuchungen des Skelettes 2 bis 3
Stunden. Bei anderen Untersuchungen werden die Szintigramme unmittelbar
nach der Spritze angefertigt. Je nach Untersuchung dauern die Aufnahmen
5 Minuten bis zu einer Stunde. Während der Wartezeit können sie essen
und trinken.
Was ist im Vorfeld einer Szintigraphie zu beachten?
Bei
den meisten Untersuchungen in der Nuklearmedizin müssen Sie nicht
nüchtern sein. Lediglich bei Untersuchungen des Verdauungstraktes (z.
B. Speicheldrüsen und Magen) und des Herzens müssen Sie nüchtern sein.
Bei Untersuchungen der Schilddrüse soll eine bestehende Therapie nicht
unterbrochen werden. Lediglich am Tag der Untersuchung sollen
Medikamente für die Schilddrüse nicht eingenommen werden. Im
Zweifelsfall fragen Sie unsere Mitarbeiter.