Wie funktioniert eine Röntgenuntersuchung?
Die Röntgenstrahlung, die
durch das Gewebe tritt, schwärzt den Röntgenfilm. Dabei ergeben sich
durch die unterschiedliche Strahlenabsorption im Gewebe natürliche
Kontraste. Weiches Gewebe wie Fett, Muskeln und Haut absorbiert wenig
Strahlung. Hartes Gewebe wie Knochen absorbiert dagegen viel Strahlung
und hinterlässt dadurch einen weißen Schatten auf dem Röntgenbild. Bei
einer Röntgendurchleuchtung wird die aus dem Körper austretende
Röntgenstrahlung, also die nicht absorbierte Strahlung, mit Hilfe einer Bildverstärker-Fernsehkette auf einem Fernsehmonitor als Bild
dargestellt.

Der Arzt kann auf diese Weise funktionelle Abläufe im
Körper kontinuierlich auf dem Monitor beobachten. Durch Anwendung von
Röntgen-Kontrastmitteln entstehen künstliche Kontraste auf dem
Röntgenbild bzw. auf dem Fernsehmonitor. Mit Hilfe dieser
Kontrastmittel lassen sich Hohlräume wie der Verdauungstrakt, aber auch
Gefäße deutlich hervorheben und dadurch besser untersuchen.
Kontrastmittel sind nötig, um die Dichte bestimmter Strukturen zu
erhöhen und diese dadurch deutlich sichtbar zu machen. Dies wird dann
auf dem Röntgenbild bzw. dem Fernsehmonitor als Schwarzweiß-Kontrast
dargestellt. So ist z.B. ein mit Röntgen-Kontrastmittel gefüllter Magen
im Unterschied zur restlichen Umgebung auf dem Röntgenbild oder Monitor
weiß.
Wann wird eine Röntgenuntersuchung notwendig?
Das Röntgenverfahren findet breite Anwendung in der Medizin. Besonders wichtig sind:
- Die Thorax-Übersicht: Die
Darstellung des Brustkorbs (Thorax). Hier können Zwerchfell, Lungen,
Herz und das Skelett auf dem Röntgenbild beurteilt und z.B. eine
Lungenentzündung, Tumorerkrankung der Lunge, Herzvergrößerung oder ein
Bruch (Fraktur) im Bereich der Rippen erkannt werden.
- Die Abdomen-Übersichtsaufnahme, also die bildliche Darstellung der Bauchregion (Abdomen): Dabei können beispielsweise freie Luft im Bauchraum, Verkalkungen, Tumore und Zysten nachgewiesen werden.
- Die Röntgenuntersuchung des Skeletts
mit bildlicher Darstellung von Abnützungsveränderungen, Osteoporose,
Knochenbrüchen, Tumorerkrankungen und Gelenkveränderungen.