Wie läuft die Mammographie ab

Die
weibliche Brust, gegebenenfalls auch die männliche Brust, wird zwischen
Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt.
Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung umso
geringer, je besser die Brust komprimiert wird. Dieses Zusammendrücken
empfinden die meisten Patientinnen als unangenehm, jedoch tolerabel,
nur sehr selten als schmerzhaft. Die Röntgenassistentin passt diesen
Druck individuell bei jeder Frau an. Diese Kompression ist für die
Brust vollkommen unschädlich. Von jeder Brust werden in der Regel zwei
Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehr Bilder nötig
sein. Anschließend beurteilt die Ärztin/ der Arzt die Bilder.
Welche Komplikationen können durch die Mammographie auftreten?

Die
Strahlenbelastung für den Brustdrüsenkörper ist durch technische
Entwicklungen deutlich gesunken. Ein Zusammenhang zwischen der
Entstehung von Brustkrebs und der Mammographie ist bisher nicht
nachgewiesen, die Strahlenempfindlichkeit der Brust nimmt im Laufe des
Lebens deutlich ab und spielt ab dem 40. Lebensjahr, bezogen auf den
Nutzen zur Früherkennung des Brustkrebses keine Rolle. Durch die
Früherkennungsmammographie steigt die Heilungschance von an Brustkrebs
erkrankten Frauen deutlich an.
Welche anderen Untersuchungsmöglichkeiten bestehen?
Wichtig
ist die regelmäßige Selbstuntersuchung – das Abtasten – der Brust. Auch
bei der gynäkologischen Untersuchung tastet der Arzt die Brust auf
verdächtige Veränderungen ab.
Eine ergänzende Methode zur
Brustuntersuchung bietet die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie).
Sie ist jederzeit auch wiederholt ohne negative Wirkung auf die Brust
durchführbar, also auch bei jungen Frauen oder in der Schwangerschaft.
Als alleinige Methode zur Brustuntersuchung ist sie nicht ausreichend,
da die Vorstufen zu Brustkrebs für den Ultraschall unsichbar sind.
Unklare
Herdbefunde in der Brust werden mit minimal invasiven Methoden
abgeklärt, eine Operation ist zur Diagnosestellung einer
Brustveränderung nur noch in Ausnahmefällen notwendig. Für diese
feingeweblichen Abklärung von tastbaren und nicht tastbaren
Veränderungen in der Brust ist die sonographisch (Ultraschall)
gesteuerte Stanzbiopsie eine hervorragende Methode. Sie hat die früher
häufig durchgeführte Feinnadelbiopsie aufgrund besserer Ergebnisse
abgelöst. Bei der Stanzbiopsie handelt es sich um ein Verfahren, dass
ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.
Mit Hilfe der
sog. Vakuumbiopsie können Veränderungen wie Mikroverkalkungen, die nur
im Röntgenbild sichtbar sind, ebenfalls ambulant und unter örtlicher
Betäubung durch Entnahme mehrerer Gewebszylinder abgeklärt werden.